Wahlkampf: Grüne und SPD entdecken den Stadtrand

06.08.2021 Die Berliner Grünen haben ihr Ziel bekräftigt, die Randbezirke besser an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) anzubinden. «Wir müssen die Verkehrswende an den Stadtrand bringen», sagte die Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, Bettina Jarasch, am Freitag beim Wahlkampfauftakt des Grünen- Kreisverbands Marzahn-Hellersdorf. «Auch außerhalb des S-Bahnrings müssen die Menschen klimagerecht und dennoch schnell ans Ziel kommen.»

Die Berliner Grüne steht zusammen und schaut in die Kamera. Foto: -/Bündnis 90/Die Grünen Berlin-Mitte/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sie müssten mit Bus und Bahn schneller vom Stadtrand ins Zentrum gelangen, aber auch innerhalb der Bezirke zügiger unterwegs sein können. Dazu schlagen die Grünen unter anderem einen «Hauptstadttakt» vor: Mindestens alle zehn Minuten soll ein Bus oder eine Bahn kommen - in Großsiedlungen alle fünf Minuten.

Auch die SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey unterstrich bei der Vorstellung von Großflächenplakaten ihrer Partei, sie wolle die Außenbezirke besser anbinden. «Wir wollen eine Mobilität, so wie es Menschen wollen und brauchen.» Ein ganz wesentlicher Punkt dabei sei die Verlängerung verschiedener U-Bahn-Linien wie U2, U3 oder U7. Das verbessere nicht nur die Qualität des ÖPNV, sondern sei auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Giffey betonte zudem, sie wolle den Wohnungsbau zur «Chefinnensache» machen. «Ich halte das für die ganz große soziale Frage in unserer Stadt in den nächsten Jahrzehnten.» Die SPD habe sich vorgenommen, 200.000 neue Wohnungen bis 2030 zu bauen. «Natürlich auch bezahlbaren Wohnraum.» Dies sei nur gemeinsam mit privaten Investoren möglich.

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