Corona-Auffrischimpfung: Krankenhäuser bereiten sich vor

06.08.2021 Neben Berlins Universitätsklinik Charité planen auch andere Berliner und Brandenburger Krankenhäuser, Mitarbeiter ein drittes Mal gegen das Coronavirus zu impfen. «Vivantes bereitet sich aktuell darauf vor, Mitarbeitenden, die bisher zweimal mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft wurden, eine Drittimpfung mit einem mRNA-Impfstoff anbieten zu können», teilte ein Sprecher des landeseigenen Krankenhauskonzerns am Freitag auf Anfrage mit. Vivantes betreibt mehrere Kliniken in Berlin.

Eine Spritze mit einem Impfstoff. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Charité hatte am Mittwoch mit den Corona-Auffrischimpfungen ihrer Mitarbeiter begonnen. Angesprochen seien Beschäftigte, die vor mindestens sechs Monaten ihre zweite Impfung erhalten hätten und mindestens 60 Jahre alt seien. Es gehe um den optimalen Schutz für die Arbeit mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten und mit anderen gefährdeten Gruppen, twitterte die Universitätsklinik am Freitag. Zuvor hatte die «Berliner Morgenpost» darüber berichtet.

Der Asklepios-Konzern, der auch in Brandenburg zahlreiche Kliniken betreibt, bereitet sich ebenfalls auf Corona-Auffrischungsimpfungen vor. «Wir halten eine weitere Booster-Impfung für unser medizinisches Personal ebenfalls für sinnvoll und klären aktuell mit unserer Arbeitsmedizin, wie wir diesbezüglich vorgehen sollen», sagte Konzernsprecher Rune Hoffmann am Freitag auf Anfrage.

Eine Sprecherin des Potsdamer Klinikums Ernst von Bergmann erklärte, bislang lägen keine Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu einer sogenannten Covid-Auffrischimpfung vor. Sobald es entsprechende Empfehlungen oder Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums gebe, werde sich das Klinikum wieder unmittelbar für seine Mitarbeiter engagieren.

Die Gesundheitsministerkonferenz hatte am Montag beschlossen, ab September Risikogruppen wie Älteren und Pflegebedürftigen Auffrischimpfungen mit mRNA-Impfstoffen anzubieten. Das Angebot richtet sich darüber hinaus an Menschen, die mit Vektor-Impfstoffen (Astrazeneca oder Johnson & Johnson) geimpft wurden.

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