Berlin setzt bei Schülern auf Impfzentren

03.08.2021 Die Berliner Gesundheitsverwaltung setzt bei den Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vor allem auf Impfzentren und niedergelassene Ärzte. Das sagte Staatssekretär Martin Matz am Dienstag nach der Senatssitzung. Impfungen in Schulen selbst seien «relativ schwer zu organisieren», denn bei 12- bis unter 16-Jährigen müsse beim ärztlichen Beratungsgespräch vor der Impfung mindestens ein Elternteil dabei sein. «So dass wir davon ausgehen, dass das Modell «Wir fahren die Schulen ab» bei den allgemeinbildenden Schulen nicht das effizienteste ist», erklärte Matz.

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Etwas anders sei der Fall gelagert bei den Impfungen mobiler Teams in den Oberstufenzentren ab Montag. Hier gehe es zumeist um über 18-jährige, also volljährige Schüler. 16- und 17-jährige Schüler dieser Schulen könnten bei der Aktion ebenfalls geimpft werden, wenn ein schriftliches Einverständnis der Erziehungsberechtigten vorliege.

Bei den ab September geplanten Auffrischungsimpfungen nach mindestens sechs Monaten für Ältere und Pflegebedürftige erwartet Matz keine Schwierigkeiten. Es gehe in Berlin zunächst um etwa 200.000 Hochbetagte, Pflegebedürftige und Immunerkrankte, die zwischen Januar und März geimpft worden seien. Die Auffrischung sei ohne Probleme über die Impfzentren umzusetzen, auch die niedergelassenen Ärzte beteiligten sich. Etwas aufwendiger zu organisieren sei der erneute Einsatz mobiler Impfteams in Pflegeheimen.

Sowohl die breiteren Impfangebote für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren als auch die Auffrischungsimpfungen gehen auf einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montag zurück.

© dpa-infocom GmbH

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