Landesschülerrat dringt auf zugängliche Corona-Impfung

03.08.2021 Wegen der Gefahr von Corona-Spätfolgen dringt der Landesschülerrat Brandenburg auf leichter zugängliche Impfungen für Schülerinnen und Schüler. «Vor allem für junge Schüler ist es sehr schwer, an eine Impfung zu kommen», sagte die Vorsitzende Katharina Swinka am Dienstagmorgen im RBB-Inforadio. Ziel dürfe nicht sein, Schüler mit der Möglichkeit einer Ansteckung in die Schule zu schicken, sondern nötig sei bestmöglicher Schutz für alle.

Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schülerinnen und Schüler hätten in den vergangenen anderthalb Jahren zurückgesteckt und seien nicht richtig gehört worden - nun werde die Impfung mit Verweis auf meist milde Krankheitsverläufe in dieser Gruppe verwehrt. Das sei für sie in Anbetracht des Risikos von Langzeitfolgen kein Argument, sagte Swinka.

Mit einem breiteren Impfangebot für Kinder und Jugendliche wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern den Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus forcieren. Die Ressortchefs beschlossen am Montagabend einstimmig, in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten - so wie es in Arztpraxen bereits möglich ist.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat sowohl den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer als auch den von Moderna für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Die unabhängige Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen von Kindern bisher aber nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes - sie sind mit ärztlicher Beratung jedoch möglich. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es bisher keinen zugelassenen Impfstoff.

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