Viktoria bereit: Drittliga-Premiere gegen Namensvetter

23.07.2021 Es kann losgehen. Trainer Muzzicato sieht seine Mannschaft bereit, die Herausforderung 3. Liga anzunehmen. Der erste Gegner kommt mit einem erfahrenen Coach und großen Ambitionen. Die Lösung der Stadionfrage rund um den Jahn-Sportpark soll es im September geben.

Der Spielball der Saison 2021/2022 der 2. Bundesliga liegt auf dem Rasen. Foto: Guido Kirchner/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Benedetto Muzzicato sieht sein Team gerüstet für die Drittliga-Premiere. Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der 3. Fußball-Liga, die für den FC Viktoria 1889 Berlin am Sonntag (13.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Namensvetter aus Köln beginnt, ordnet der Trainer weitgehend als gelungen ein. «Jedes Team in der Liga hat seine Probleme. Man hat in der Vorbereitung immer auch Jungs dabei, die sich schwer tun oder angeschlagen sind. Das ist bei uns ähnlich. Aber im Großen und Ganzen kann man zufrieden sein», sagte der 42-Jährige.

Erst in dieser Woche hatte der Spielausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Grünes Licht gegeben, dass der Aufsteiger zum Saisonbeginn im Jahn-Sportpark antreten kann. Bis zuletzt wird im Stadion an Übergangslösungen gearbeitet. 1800 Fans sind für die Partie zugelassen.

In der Pandemie-Saison 2020/21 hatten Viktoria elf Siege in elf Spielen gereicht, um in der Regionalliga Nordost den Aufstieg perfekt zu machen. Sechs neue Spieler wurden geholt. Ansonsten stützt sich der Deutsch-Italiener Muzzicato vor allem auf seine «eingespielte Truppe» aus der Vorsaison. Größere Verletzungssorgen gibt es nicht.

Mit Respekt schaut der Trainer auf den ersten Kontrahenten: «Ein interessanter Gegner mit einem erfahrenen Coach.» Die Kölner werden von Olaf Jansen trainiert. «Die werden mit Sicherheit kommen, um sich die drei Punkte zu schnappen», erklärte Muzzicato am Freitag: «Viktroia Köln wird angreifen. Sie haben eine gute Serie gespielt und wollen jetzt mehr.»

In Liga drei geht es für den Berliner Traditionsclub zunächst um den Klassenerhalt, auch wenn der deutsche Meister von 1908 und 1911 längerfristig bei seinem Comeback im höherklassigen Fußball noch anspruchsvollere Ziele anvisiert.

Noch im September will der Berliner Senat darüber entscheiden, ob das Stadion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark komplett neugebaut oder nur saniert wird. Das Stadion soll die «künftigen Anforderungen für ein inklusives Sportstadion unter anderem mit Zweitliga-Tauglichkeit» erfüllen. Das teilte die Senatsverwaltung für Inneres und Sport am Freitag mit.

Das eigentlich Ende 2020 geschlossene Stadion war in den vergangenen Wochen für eine temporäre Nutzung umgestaltet worden. «Das ist keine Dauerlösung, aber eine sehr gute Zwischenlösung», sagte Sportsenator Andreas Geisel.

Die SEH Sports & Entertainment Holding aus Hamburg, Gesellschafter des Drittliga-Aufsteigers FC Viktoria, hat die Kosten dafür übernommen. Der DFB hatte zugestimmt, dass die geforderte Flutlichtanlage erst nachträglich installiert wird und dann zu den nächsten Viktoria-Heimspielen zur Verfügung steht.

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