Geringerer Anstieg der Corona-Fälle in Brandenburg

15.07.2021 Der Anstieg der neuen Corona-Ansteckungen hält in Brandenburg an, ist aber wieder etwas geringer ausgefallen. Innerhalb eines Tages kamen 23 neue Fälle hinzu, vier Neuinfektionen wurden wegen Doppelzählungen abgezogen, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Am Tag zuvor hatten die Gesundheitsämter 42 neue Fälle gemeldet, vor einer Woche waren es 13 neue. Die meisten neuen Corona-Ansteckungen kamen mit fünf im Landkreis Oder-Spree hinzu.

Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche - legte in Brandenburg auf über 5 zu und liegt nun bei 5,2 nach 4,8 am Mittwoch. Das Land hat den höchsten Inzidenzwert der ostdeutschen Länder ohne Berlin. In Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz niedriger als in Brandenburg, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. In Berlin ist sie dagegen über die Marke von 10 auf 11,6 gestiegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt (Oder) rutschte wieder unter die Marke von 20 und lag mit 19,0 weiter an der Spitze in Brandenburg. Einen zweistelligen Wert hat auch der Kreis Oberhavel mit 10,8. In Oberspreewald-Lausitz ist der Wert nach wie vor bei Null. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage lang anhält, gilt dort wieder eine Testpflicht etwa in Gaststätten drinnen oder bei touristischen Übernachtungen. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte darauf verwiesen, dass die infektiösere Delta-Variante auch in Brandenburg auf dem Vormarsch ist.

In Brandenburg haben 1,03 Millionen Menschen eine komplette Impfung gegen das Coronavirus erhalten, das entspricht knapp 41 Prozent der Bevölkerung. Damit bleibt das Land im bundesweiten Vergleich hinten. Eine erste Impfung haben 1,37 Millionen Menschen bekommen, das sind 54 Prozent. Brandenburg liegt dabei im Ländervergleich auf dem drittletzten Platz.

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