Gesundheitssenatorin: Nachfrage nach Impfterminen stagniert

06.07.2021 Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sieht bei der laufenden Impfkampagne gegen Corona Anzeichen für eine Verlangsamung. Sie hält deshalb weitere Maßnahmen für nötig. «Die Nachfrage nach Impfterminen stagniert etwas», sagte die SPD-Politikerin am Dienstag nach einer Senatssitzung. Sie plädiere daher dafür, den Schwerpunkt nun auf Sonderkampagnen mit mobilen Impfteams zu legen, um viele Menschen zu erreichen. «Wir müssen in die Kieze rein gehen, dorthin, wo möglichst viele Menschen sind.» Ihr Ziel sei es, Impfangebote niederschwelliger zu machen als bisher, etwa auf Straßen oder an Supermärkten.

Dilek Kalayci (SPD), Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, kommt zu einer Pressekonferenz des Berliner Senats. Foto: Christophe Gateau/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Corona-Lagebericht des Landes haben bislang 55,9 Prozent der Berliner Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten, 37,3 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Kalayci verwies darauf, dass Wissenschaftler einen Anteil von 80 Prozent vollständig Geimpfter für nötig halten, um gegen das Coronavirus, vor allem die aggressivere Delta-Variante, eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen.

Kalayci sprach von einer aktuell kritischen Phase. Während veröffentlichte Impftermine in den Impfzentren früher schnell vergeben gewesen seien, dauere es mittlerweile eine Woche bis zehn Tage, ehe dies der Fall ist. Ähnliches höre sie aus Arztpraxen. Es gebe einen harten Kern von Menschen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollten. Aber viele andere, die aus unterschiedlichen Gründen noch zögerten, gelte es zügig zu erreichen und zu überzeugen. «Wo wir deutlich Überzeugungsarbeit leisten müssen, ist bei den jungen Erwachsenen», nannte die Senatorin ein Beispiel.

Nur wenn das Impftempo so bleibe wie zuletzt und viele das Angebot annähmen, könnten 80 Prozent der Berliner Bevölkerung im August mindestens eine Impfung und im September vollständigen Impfschutz haben, ergänzte Kalayci. Sie rief die Menschen auf, sich impfen zu lassen. Dies bedeute Schutz für jeden Einzelnen und sein Umfeld, habe aber auch etwas mit gesellschaftlicher Verantwortung zu tun.

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