IASS wird in Helmholtz-Zentrum integriert

25.06.2021 In den vergangenen Jahren bekam das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam immer wieder eine nur befristete Förderung - nun ist der Weg für eine dauerhafte Zukunft frei. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Bundes gab am Freitag grünes Licht dafür, wie das Brandenburger Wissenschaftsministerium mitteilte. Das IASS wird demnach künftig rechtlich in das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungszentrum (GFZ) in Potsdam integriert. Es soll Teil des Forschungsbereiches «Erde und Umwelt» der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) werden. Darauf haben sich Bund und Land als Zuwendungsgeber verständigt. Der Wissenschaftsrat hatte dem Institut im April ein bundesweit einzigartiges Profil bescheinigt.

Die Sonne scheint auf das Hauptgebäude vom GeoForschungsZentrum (GFZ). Foto: Christophe Gateau/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Damit erhält das IASS den Angaben zufolge nach mehr als zehn Jahren befristeter Förderung eine strukturelle Perspektive, die dem Institut Raum für die weitere Entwicklung, bessere Vernetzung und größere Sichtbarkeit im In- und Ausland sichern soll. Das IASS und das GFZ verständigen sich zudem auf ein gemeinsames Integrationskonzept, das bis Ende 2023 abgeschlossen sein soll.

Das IASS forsche nicht nur zu Transformationsprozessen in Bereichen wie Klimawandel und nachhaltige Ökonomie, es diskutiere und entwickele auch Lösungen gemeinsam mit Betroffenen vor Ort, erklärte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD). Beispielsweise würden Lehrkräfte unterstützt, die Veränderungen in der Braunkohleregion Lausitz zum Unterrichtsthema machen.

«Deutschland braucht eine starke und kompetente wissenschaftliche Beratung, die integrative Ansätze an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Politik verfolgt. Das ist die große Stärke des IASS», erklärte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Die Einrichtung wurde im Jahr 2009 vom früheren Bundesumweltminister Klaus Töpfer in Potsdam gegründet mit dem Ziel, gesellschaftliche Wandlungsprozesse hin zur Nachhaltigkeit zu verstehen, zu befördern und zu gestalten. Am Institut forschen und arbeiten derzeit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Bund und das Land fördern das IASS mit jährlich rund neun Millionen Euro.

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