Woidke erinnert an Opfer des Volksaufstands in der DDR

15.06.2021 Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gedenkt der Opfer des Volksaufstands in der DDR. Der 17. Juni 1953 sei ein bedeutsames politisches Bekenntnis vieler Ostdeutscher schon wenige Jahre nach Gründung der DDR, sagte Woidke laut einer Mitteilung vom Dienstag. «Wie ernst die SED-Oberen das Aufbegehren nahmen, war an der blutigen Niederschlagung mit Hilfe sowjetischer Panzer überdeutlich ablesbar», so der SPD-Politiker.

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident des Landes Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rund eine Million Menschen waren in der DDR vor 68 Jahren in rund 700 Orten gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage auf die Straße gegangen. Aus spontanen Streiks entwickelte sich ein Aufstand mit Rufen nach Freiheit und Einheit. Panzer der Sowjetarmee schlugen den Protest blutig nieder. Rund 10.000 Demonstranten wurden laut Bundesstiftung Aufarbeitung festgenommen, mehr als 1500 von ihnen zu Haftstrafen und einige zum Tode verurteilt.

Im Bundesland Brandenburg legten laut Staatskanzlei Tausende Menschen in den Industriestädten Brandenburg an der Havel, Rathenow und Hennigsdorf ihre Arbeit nieder und zogen demonstrierend durch die Innenstädte. Auch in Wusterhausen (Dosse) und in der Lausitz hätten Menschen protestiert.

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