Ernst: Auch im kommenden Schuljahr Testpflicht für Schüler

03.06.2021 Nach monatelangem Distanzunterricht starten nach den Grundschulen in der kommende Woche auch die weiterführenden Schulen in den vollständigen Präsenzunterricht. Doch bei der Testpflicht für die Schüler soll es noch lange bleiben.

Ein Corona-Selbsttest wird über dem Federmäppchen eines Grundschülers gehalten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Start des Präsenzunterrichts an allen Brandenburger Schulen am kommenden Montag will Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) auch im kommenden Schuljahr 2020/21 weitgehende Normalität in den Einrichtungen erreichen. Dafür werde die regelmäßige Corona-Testpflicht für Schüler und nicht geimpfte Lehrer nach den Sommerferien beibehalten, teilte das Bildungsministerium am Donnerstag mit. Das Ministerium verwies darauf, dass alle Lehrkräfte sowie das gesamte Personal an den Schulen bereits ein Impfangebot erhalten hätten. Grundvoraussetzung für kompletten Präsenzunterricht sei ein weiterhin niedriges Corona-Infektionsgeschehen.

An allen Schulen sollen zu Beginn des neuen Schuljahres Erhebungen zum Lernstand vorgenommen werden, um die Wissensdefizite der Schüler infolge der monatelangen Corona-Beschränkungen zu erfassen. Bereits in den am 24. Juni beginnenden Sommerferien soll es wie im vergangenen Jahr Ferienbetreuung mit Lernangeboten für Kinder und Jugendliche geben.

Nach den Grundschulen starten am Montag auch die weiterführenden Schulen noch für zweieinhalb Wochen bis zu den Ferien wieder in den kompletten Präsenzunterricht. Die Schüler hätten mit eigenverantwortlichem Lernen in den vergangenen Monaten Enormes geleistet, betonte Ernst. «Jetzt werden die verbleibenden Wochen vor den Sommerferien insbesondere für den sozialen Zusammenhalt der gesamten Klassengemeinschaft genutzt», sagte die Ministerin. «Eintägige Ausflüge und Exkursionen sind wieder erlaubt, außerschulische Lernorte können verstärkt aufgesucht werden.»

Die Landesregierung will bis Ende 2022 insgesamt 30 Millionen Euro unter anderem für zusätzliche Lehrkräfte und anderes pädagogisches Material einsetzen. So werden etwa 400 Studenten vor allem in den Grundschulen eingesetzt. Hinzu kommen knapp 39 Millionen Euro vom Bund für außerschulische Angebote am Nachmittag, mit denen Lernrückstände aufgeholt und soziale Kompetenzen trainiert werden sollen.

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