Pokalüberraschungen: Verlierer Viktoria vor Drittliga-Lösung

23.05.2021 Mit diesem Berliner Finale hatte kaum jemand gerechnet. Der Berliner AK schlägt Vorjahressieger VSG Altglienicke klar. Noch überraschender ist der Erfolg des BFC Dynamo gegen Viktoria 89. Der Aufsteiger in die 3. Liga konzentriert sich jetzt auf die Lösung der Stadionfrage.

Ein Fußball fliegt ins Netz. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze - auch in Berlin. Nach ihren Überraschungssiegen im Halbfinale hoffen der BFC Dynamo und der Berliner AK 07 auf den Einzug in den DFB-Pokal. Der Sieger des Endspiels um den Landespokal am kommenden Samstag (13.00 Uhr/rbb) im Mommsenstadion darf im August auf nationaler Ebene einen Proficlub fordern.

«Wahnsinns-Mentalität, super Einstellung, jeder hat gefightet bis zum Umfallen. Wir können nur stolz sein darauf, was die Mannschaft nach einem halben Jahr Spielpause geleistet hat», sagte der glückliche Dynamo-Trainer Christian Benbennek nach dem überraschenden 3:0-Erfolg gegen den großen Favoriten und Drittliga-Aufsteiger Viktoria 89.

Auch der Berliner AK hatte mit dem 4:0-Sieg gegen Vorjahressieger VSG Altglienicke unerwartet das Finale gebucht und will im DFB-Pokal wieder einen Favoriten ärgern. 2012 wurde die TSG Hoffenheim mit 4:0 brüskiert. Bei Dynamo sind die jüngsten Pokalerinnerungen weniger gut. 2018 setzte es ein 1:9 gegen den 1. FC Köln. Noch liegt der Berliner Regional-Wettbewerb unter einem gewissen Vorbehalt, da Oberligist Blau-Weiss 90 Berlin Einspruch gegen die Beendigung nur mit den fünf Regionalligisten eingelegt hat.

Über diesen juristischen Schritt des einstigen Bundesligisten hatte auch Verlierer Viktoria eine klare Meinung. Rocco Teichmann äußerte im rbb-Interview Verwunderung und Unverständnis. Optimistisch ist der Viktoria-Sportdirektor bei der Lösung der für den Drittliga-Aufstieg elementaren Stadionfrage. «Wir werden da intensiv dran arbeiten mit der Olympiapark GmbH um zumindest die Zulassung für den Spielbetrieb in der dritten Liga zu bekommen», sagte er.

Das Olympiastadion zeichnet sich also als Übergangslösung ab, bevor mit dem Deutschen Fußball-Bund eine Einigung über das Mommsenstadion als Spielort erzielt werden kann. «Wir sind auf der Zielgeraden und wir müssen auch auf der Zielgeraden sein. Ich bin weiter optimistisch, dass wir dann in Berlin einen weiteren Verein im Profifußball sehen werden», sagte Teichmann, der bis zum 2. Juni die Regularien mit der DFB geklärt haben muss.

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