Gefeiert wird im Zelt: Konfirmation an Pfingsten

21.05.2021 Wegen der Corona-Pandemie wird in Brandenburg 2021 Konfirmation auf Abstand gefeiert. Auf besondere Feste wollen die Gemeinden aber nicht verzichten - sie helfen sich mit kreativen Ideen.

Eine Konfirmationskarte liegt auf einem Tisch. Foto: Malte Christians/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit eigenem Altar und eigener Kerze: In Brandenburg wird Konfirmation rund um Pfingsten wegen der Corona-Pandemie diesmal anders gefeiert als üblich. «Meist erfolgt die Segnung nicht durch den Pfarrer, sondern durch die Eltern und oder den Paten», sagte Juliane Voss, Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Jeder Konfirmand habe bei der Feier während des Gottesdienstes einen eigenen Altar mit Kerze und Geschenk.

Vor allem am Samstag vor Pfingsten finden Feiern in den Kirchengemeinden statt, wie Voss weiß. Einige Konfirmationen müssten aus dem vergangenen Jahr nachgeholt werden. Manche Kirchengemeinden würden die Feiern wegen der Pandemie in den Spätsommer schieben.

Wo der Platz es zulässt, werden Feiern ins Freie verlegt. Die Evangelische Kirchengemeinde Glienicke-Nordbahn am Stadtrand von Berlin zum Beispiel hat sich ein rund 150 Quadratmeter großes Festzelt auf den Dreiseitenhof gestellt. «Wir haben die Kirche ausgemessen und festgestellt, dass wir einen Gottesdienst mit jeweils nur acht Personen feiern könnten», sagte Pfarrer Christian Leppler. «Oder wir stellen uns ein Festzelt aufs Grundstück, in dem dann alle Platz haben.»

Wie auch im vergangenen Jahr will die Gemeinde ihre Konfirmationen - drei am Samstag und drei am Sonntag - wieder im Zelt feiern. Jeder Konfirmand kann 10 bis 12 Gäste mitbringen. Das provisorische Kirchenhaus auf der großen Wiese mit den drei alten Linden komme gut an, so der Pfarrer. Da das Zelt zu den Seiten hin geöffnet sei, säßen manche Gäste auch mal in der Sonne. Die Stühle seien mit Armlehne und Sitzkissen bequemer als in der Kirche. Und ab und an hörten sich Zaungäste ein paar Lieder an. Pfarrer Leppler findet: «Der Gottesdienst ist durch die Pandemie irgendwie schlanker und zugänglicher geworden.»

© dpa-infocom GmbH

Weitere News