Waldbrände in Brandenburg nehmen zu: Boden viel zu trocken

12.05.2021 Das lang ersehnte zunehmend sonnige Wetter lässt auch die Waldbrandgefahr in Brandenburg wieder steigen. Zwischenzeitlicher Regen nutzt den zu trockenen märkischen Böden kaum.

Zu sehen ist ein Drehleiterwagen der Feuerwehr. Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit den steigenden Temperaturen nimmt die Waldbrandgefahr in Brandenburg weiter zu. Die Waldbrandzentrale verzeichnete nach eigenen Angaben allein am Dienstag sieben Brände, seit dem 1. März - dem Beginn der Waldbrandsaison - insgesamt 32. Die Regenphase sei nur ein kurzes Intermezzo. Sobald die Sonne wieder mehr scheine, steige die Gefahr sofort, sagte der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase der Nachrichtenagentur dpa. Trotz des wechselhaften Wetters seien die Waldböden extrem ausgetrocknet - mitunter bis zu einer Tiefe von 1,80 Metern. Das Wasserdefizit der vergangenen Jahre sei noch nicht ausgeglichen, so Haase.

So brannten am Dienstag unter anderem in Baruth (Teltow-Fläming) zwei Hektar Wald, in Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) waren es gleich vier Hektar. Bei Forst (Spree-Neiße) musste die Feuerwehr zu zwei Bränden ausrücken. Am Radwanderweg bei Groß Kölzig und Gosda brannten rund 100 Quadratmeter Waldboden. Im Neiße-Malxetal mussten rund 500 Quadratmeter Waldboden in der Nähe eines Radweges gelöscht werden.

Am Wochenende standen in der Gemeinde Heidesee (Dahme-Spreewald) etwa 500 Quadratmeter Waldboden in Flammen. Wegen des Rauches war auf der Autobahn 12 vor dem Dreieck Spreeau kurzzeitig die Sicht behindert. Auch zwischen Märkisch Buchholz und Halbe (Dahme-Spreewald) sowie im Landkreis Spree-Neiße brannte Wald von rund 500 beziehungsweise rund 100 Quadratmetern.

In den kommenden Tagen bleibe die Gefahr von Waldbränden wegen vom Deutschen Wetterdienst vorhergesagter Niederschläge gering, sagte Haase. Das sei aber nur eine «Momentaufnahme».

Zwei Waldbrandzentralen in Wünsdorf (Teltow-Fläming) und Eberswalde (Barnim) überwachen das Geschehen im Land. Ab Stufe 3 werden sie besetzt. Derzeit gilt für sechs Landkreise die Gefahrenstufe 2, in den acht anderen Kreisen die niedrigste Stufe 1.

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