Trotz Rückschlag: Eisbären glauben noch an den Titel

03.05.2021 Am Ende kostete ein Moment der Erschöpfung die Eisbären Berlin das erste Finalspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Grizzlys Wolfsburg. In der 18. Minute der Verlängerung hatte das Quintett um Kapitän Frank Hördler zu lange keine Gelegenheit zum Wechseln bekommen. Der Wolfsburger Verteidiger Julian Melchiori umkurvte die völlig entkräfteten Berliner mühelos und verwandelte zum entscheidenden 3:2 der Niedersachsen.

Berlins Zach Boychuk (M) steht nach der Niederlage enttäuscht bei seinen Teamkollegen Sebastian Streu (l), Mark Zengerle (2.v.l), Matt White und Lukas Reichel (r). Foto: Andreas Gora/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir hatten in der Overtime zwei erstklassige Chancen, um das Spiel zu beenden, aber wir konnten sie nicht nutzen», fasste Trainer Serge Aubin die packende Verlängerung vom Sonntag zusammen. «Dann haben wir den Puck nicht wegbekommen. Und die Jungs waren ein wenig müde.»

Nach der Auftaktniederlage in der Best-of-Three-Serie müssen die Hauptstädter nun am Mittwoch (19.30 Uhr/Magentasport und Sport1) in Wolfsburg unbedingt gewinnen, um ihren Traum vom achten DEL-Titel am Leben zu erhalten.

Hoffnung bereitet Verteidiger Kai Wissmann, dass die Mannschaft in den vorigen Playoff-Runden diesem Druck standgehalten hatte: «Wir lagen schon zwei Mal in den Serien 0:1 hinten, und es ist noch nichts verloren», sagte er. «Wir glauben weiter fest daran, dass wir jetzt die nächsten beiden Spiele gewinnen.»

Ihre Kämpferqualitäten bewiesen die Eisbären bereits am Sonntag in den Schlussminuten der regulären Spielzeit, nachdem sie gegen die taktisch cleveren Niedersachsen lange das Nachsehen hatten: Zwei Mal konnten die Berliner einen Rückstand ausgleichen, erst 38 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels erzwangen sie durch Zach Boychuks Treffer die Verlängerung - was am Ende aber nichts nutzte.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News