Polizei zieht Bilanz: 93 verletzte Einsatzkräfte am 1. Mai

02.05.2021 Bei den Demonstrationen am 1. Mai in Berlin sind nach Angaben der Polizei 93 Einsatzkräfte verletzt worden. Vier von ihnen konnten ihren Dienst anschließend nicht fortsetzen, wie die Polizei am Sonntagnachmittag mitteilte. Insgesamt seien bis zu 5600 Polizistinnen und Polizisten in der Hauptstadt im Einsatz gewesen, darunter 1400 Polizisten aus Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Hinzu kamen 600 Beamte der Bundespolizei. Die Einsatzkräfte nahmen 354 Männer und Frauen unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs und gefährlicher Körperverletzung fest.

Polizei am Rande der Demonstration unter dem Motto «Demonstration zum revolutionären 1. Mai». Foto: Bernd Von Jutrczenka/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Insgesamt seien die Demonstrationen überwiegend friedlich verlaufen, lautete das Fazit der Behörde. Zur ohnehin schon anspruchsvollen Einsatzlage in der Stadt sei allerdings die Corona-Pandemie gekommen. Für die Polizisten war damit vor allem die Kontrolle, ob entsprechende Regeln etwa zur Maskenpflicht eingehalten wurden, verbunden.

So mussten der Polizei zufolge noch vor Beginn der «Demo zum revolutionären 1. Mai» am Samstagabend in Neukölln etwa 2700 Teilnehmer von Einsatzkräften auf die Hygienebestimmungen per Lautsprecherdurchsage hingewiesen werden, weil die Abstände nicht eingehalten worden seien. Das Einhalten des Mindestabstands sei auch während der Demonstration mehrfach ein Problem gewesen.

Bei der sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstration in Berlin-Neukölln kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Es flogen Steine und Flaschen gegen Einsatzkräfte. Randalierer zerrten Müllcontainer und Paletten auf die Straße und zündeten sie an, die Polizei setzte zum Teil Pfefferspray ein.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News