Polizei: «Bisher alles ruhig in dieser Stadt»

01.05.2021 Das Wochenende rund um den 1. Mai hat in Berlin vergleichsweise friedlich begonnen. Am Samstagvormittag starteten bereits mehrere von gut 20 angemeldeten Kundgebungen in der Hauptstadt, darunter eine vom Deutschen Gewerkschaftsbund direkt am Brandenburger Tor, an der rund 300 Gewerkschafter teilnahmen. Hinweise auf Zwischenfälle gab es nach Angaben der Berliner Polizei nicht. Das gelte auch für die beiden Fahrraddemonstrationen, zu denen ADFC und Gewerkschaften aufgerufen hatten und die am Vormittag gestartet sind. «Bisher alles ruhig in dieser Stadt», sagte ein Sprecher der Polizei.

Teilnehmer der Fahrradsternfahrt des DGB und des ADFC passieren den Großen Stern. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine weitere Demonstration unter dem Titel «Nicht auf unserem Rücken - Gewerkschaften und Lohnabhängige in die Offensive!» begann am späten Vormittag in Mitte. Die Teilnehmer, die zum Brandenburger Tor ziehen wollten, versammelten sich zunächst am Hackeschen Markt. Nach Angaben einer dpa-Reporterin war die Stimmung unter den mehreren hundert Teilnehmern friedlich.

Die Demonstranten, die dem Aufruf der «Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften» (VKG) gefolgt waren, forderten auf Transparenten unter anderem höhere Löhne. «Unsere Kraft ist euer Profit» war auf einem der Schilder zu lesen.

Für den Samstag wurden in Berlin tausende Menschen bei Kundgebungen und Veranstaltungen auf der Straße erwartet. Die Polizei hat angekündigt, mit einem Großaufgebot von mehr als 5000 Beamten stadtweit unterwegs zu sein. Die traditionelle «revolutionäre 1. Mai-Demonstration» linker und linksradikaler Gruppen ist am Abend in Neukölln und Kreuzberg geplant. Dazu werden bis zu 10 000 Teilnehmer erwartet.

Schon am Vorabend des 1. Mai sind rund 3500 Demonstranten in Berlin weitgehend friedlich auf die Straße gegangen. Im Wedding protestierten laut Polizei etwa 1500 Menschen für gesellschaftliche Veränderungen und hielten dabei weitgehend die Corona-Regeln ein. Ein in Kreuzberg gestarteter Protest feministischer Gruppen gegen Patriarchat und Kapitalismus wurde von den Veranstaltern vorzeitig beendet. Laut Polizei wurde zuvor aus dem Aufzug heraus mit Flaschen, Steinen und Eiern nach Polizisten geworfen. Es seien mit etwa 2000 Teilnehmern auch deutlich mehr gekommen als erwartet.

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