Vogel fordert Genehmigung für Schweine-Transporte nach Polen

26.04.2021 Angesichts der Afrikanischen Schweinepest (ASP) will Brandenburgs Landwirtschaftsminister Axel Vogel (Grüne) erreichen, dass Schweine aus Brandenburg auch in polnische Schlachtbetriebe gebracht werden dürfen. In einem Brief habe Vogel Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) aufgefordert, sich bei der EU für Ausnahmegenehmigungen einzusetzen, teilte das Potsdamer Agrarressort am Montag mit. Denn laut der Schweinepestverordnung sei bei Ausbruch von ASP der Transport von Hausschweinen über Grenzen der EU-Mitgliedsstaaten verboten.

Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Diese Beschränkung ist sicherlich sinnvoll, wenn zwischen Restriktionsgebieten Flächen ohne Seuchenbelastung liegen», erklärte Vogel. Dies sei aber zwischen Brandenburg und Polen nicht der Fall. «Unsere Betriebe haben aufgrund ihrer geografischen Lage teilweise enge Lieferbeziehungen zu westpolnischen Schlachthöfen und würden gern diese beliefern.» Vogel forderte zudem Förderkonzepte für Betriebe, die wegen der Seuche zeit- oder teilweise aus der Schweinehaltung aussteigen müssten.

Der Landesbauernverband (LBV) unterstützte die Initiative des Ministers. «Kürzere Transportwege sind aus Gründen des Tierwohls in jedem Fall zu bevorzugen», sagte sein Präsident Henrik Wendorff am Montag. Aktuell verarbeite bundesweit nur ein Schlachthof Schweine aus ASP-Gebieten, obwohl diese nachweislich gesund seien. «Zwischen verschiedenen Abnehmern wählen zu können, ist prinzipiell besser, als nur auf einen, wie derzeit, angewiesen zu sein», betonte Wendorff.

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