Brandenburg hält an Impfzentren fest

22.04.2021 Die Brandenburgerinnen und Brandenburger sollen sich ihren Corona-Schutz weiter in den Impfzentren holen können - unabhängig von der geplanten Steigerung der Impfungen in Arztpraxen. Das teilte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Donnerstag in Potsdam mit. Damit wandte er sich gegen eine Forderung der Kassenärzte. Stübgen hält zugleich an dem Ziel eines Impfangebots bis zum Ende des Sommers fest. «Bis Mitte September wollen wir allen den vollständigen Impfschutz ermöglichen», sagte er. «Dafür brauchen wir ausreichend Impfstofflieferungen vom Bund und müssen alle Impfstränge optimal auslasten.»

Besucher gehen in das Impfzentrum in den Messehallen in Frankfurt (Oder). Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) forderte indes, schnellstmöglich das Impfen in Impfzentren zu beenden und ganz auf die Haus- und Fachärzte übergehen zu lassen. In Brandenburg gibt es 13 Impfzentren und mehrere Impfstellen. Dazu wird in rund 1100 Praxen geimpft. Die Kassenärzte halten einen Ausbau auf 2200 Praxen für möglich. In Impfzentren ist eine zentrale Terminvergabe und ein zentral organisiertes Impfen möglich, Haus- und Fachärzte sehen ihren Vorteil in der Verteilung über das Land und dem direkten Kontakt zu ihren Patienten.

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