Abiturprüfungen starten: mit kleinen Erleichterungen

21.04.2021 Beschränkte Kontakte und viel Arbeit vor dem Computer: Es war kein leichtes Jahr für die Abschlussklassen unter Corona-Bedingungen. Nun wird es ernst - die Abiturienten sitzen vor ihren Prüfungsblättern.

Ein Hinweis mit der Aufschrift "Abitur Bitte Ruhe!" hängt in einer Schule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

An diesem Mittwoch starten in Brandenburg die Abiturprüfungen - mit kleinen Erleichterungen für die Schülerinnen und Schüler. Nach Angaben des Pädagogenverbandes gibt es wegen der pandemiebedingt häufig kürzeren Lernzeit Zugeständnisse wie etwa 30 Minuten zusätzliche Arbeitszeit während der Prüfungen. Die nutze den Schülerinnen und Schülern aber nur, wenn sie vorher auch wirklich gelernt haben, sagte Verbandspräsident Hartmut Stäker der Deutschen Presse-Agentur. Er ist selbst Lehrer für die Oberstufe.

Zudem gebe es zum Haupttermin der Prüfungen einen Nachschreibetermin, der genutzt werden könne. Stäker zufolge haben aber fast alle der rund 10 000 Prüflinge im Land den Haupttermin gewählt. «Ich habe das Gefühl, die wollen das hinter sich haben», sagte der Verbandspräsident.

Das diesjährige Abitur sei im Ganzen nicht leichter und kein «Corona-Abitur», erklärte Stäker. Er habe sich die Anforderungen an angeschaut. Das Abi sei gleichwertig und wie jedes andere Abitur auch. Der Verbandspräsident hatte zuvor vor einem «Notabitur» gewarnt. Das Bildungsministerium hatte versichert, dass das Abitur anspruchsvoll sein werde und vergleichbar.

Bei den Hygieneschutzmaßnahmen nutzen die Schulen laut Stäker die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr. Masken müssten getragen werden, könnten aber am Platz im Raum während der Prüfungen abgenommen werden. Zudem müssen sich die Schüler vorher testen lassen. Das sieht die Eindämmungsverordnung des Landes vor. Danach müssen Schüler im Präsenzunterricht und die Lehrkräfte von diesem Montag an zweimal pro Woche einen negativen Schnelltest vorlegen, bevor sie die Schule betreten dürfen.

In den vergangenen Monaten seien die Abschlussklassen im Präsenzunterricht geteilt unterrichtet worden, erzählte er. Sie wurden von den Lehrkräften in verschiedenen Räumen in kleineren Gruppen betreut. Dadurch hätten die Schüler weniger durchgängig mit den Lehrern kommunizieren können. Jeder Schüler, der glaube, das Abitur nicht zu schaffen, habe davon zurücktreten können, sagte Stäker. Das Schuljahr könne wiederholt werden, ohne das dieser Anlauf angerechnet werde. Das bedeute: Wer das Schuljahr schon einmal wiederholt habe, könne das coronabedingt dann ein weiteres Mal tun.

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