Landesschülerrat fordert Ausweitung der Schnelltests

20.04.2021 Der Landesschülerrat in Brandenburg hat sich grundsätzlich hinter die verschärften Maßnahmen der Landesregierung zur Offenhaltung der Schulen gestellt - fordert aber Nachbesserungen. «Schulen sicherer zu machen ist auch unsere Intention, auch, wenn die Schnelltests in ihrem Ergebnis nicht die hundertprozentige Sicherheit bieten», sagte die Vorsitzende Katharina Swinka der Deutschen Presse-Agentur.

Nach einem Corona-Schnelltest wird eine Lösung auf eine Testkassette aufgeträufelt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Schule dürften nur Schülerinnen und Schüler mit einem negativen Corona-Test betreten, da sei der Rat ganz bei Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Allerdings sollten Tests nicht nur für Lernende und Lehrkräfte angeboten werden, sondern auch für Hausmeister und Putzkräfte, die die Schule betreten, forderte Swinka. Zudem sollte auch auf das Schulgelände - inklusive Pausenhof - niemand ohne einen Negativtest. Das sei in der Verordnung «zu schwammig» formuliert worden.

Die Schließungen bei einem Inzidenzwert von 200 in Landkreisen hält die Vorsitzende des Landesschülerrates für verhältnismäßig. «200 ist eine ganz gute Zahl, um Schulen zu schließen. Ab dieser Zahl wird es doch recht kritisch für die Umgebung von Schülerinnen und Schülern».

Für Schüler, deren Eltern sich gegen einen Schnelltest und damit auch den Präsenzunterricht entscheiden, forderte Swinka trotzdem Betreuung im Onlineunterricht. Es dürften keine weiteren Defizite bei den Schülern entstehen, warnte sie. Kinder seien minderjährig und könnten nicht entscheiden. Sie sollten deshalb auch nicht darunter leiden, wenn sie wegen der Entscheidung ihrer Eltern nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.

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