Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg sinkt auf knapp 134

05.04.2021 Der Inzidenzwert hat in Brandenburg etwas nachgegeben. Allerdings ist er an Feiertagen nur bedingt aussagekräftig. Haben die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gefruchtet?

Das Wattestäbchen eines Corona Abstriches wird untersucht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Brandenburg ist am Ostermontag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie auf knapp 135 zurückgegangen. Tags zuvor betrug sie 137, wie das Gesundheitsministerium mitteilte (Stand: 0.00 Uhr). Vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen je 100.0000 Einwohner binnen sieben Tagen 141 erreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden an den Osterfeiertagen jedoch weniger Tests gemacht und weiter gemeldet. Auch übermitteln nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden täglich die Daten an das RKI weiter.

In Zusammenhang mit der nächtlichen Ausgangsbeschränkung blieb es laut Polizei über die Feiertage ruhig. Nur vereinzelt sei es zu Vorkommnissen gekommen, wenn Bürger gegen die Corona-Bestimmungen verstießen. So versammelten sich in Frankfurt (Oder) am Samstag elf Personen im Alter von 13 bis 19 Jahren, die die Abstandsregelungen nicht einhielten. In der Nacht zu Sonntag wurde die Polizei dann in der Stadt auf drei Menschen aufmerksam, die Alkohol tranken und damit gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkung verstießen.

Seit Gründonnerstag dürfen Brandenburger zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr nur im Ausnahmefall nach draußen, wenn in ihrem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 100 liegt. Dienstag um 5.00 Uhr endet die Anordnung.

Bei meist kühler Witterung unternahmen viele an den Feiertagen den traditionellen Osterspaziergang. Ausflügler erfreuten sich an blühenden Adonisröschen an den Hängen im Oderbruch. Zwischen Mallnow und Lebus an der Oder befindet sich eines der größten zusammenhängenden Areale der Blume in Europa. Die streng geschützte Art ist jedes Jahr eine große Attraktion. Besucher des Tier-, Freizeit- und Urzeitparks in Germendorf (Oberhavel) mussten Masken tragen und den Mindestabstand einhalten. Beim Einlass wurden zudem die Kontaktdaten erfasst.

Auf einem Parkplatz in Lehnitz (Landkreis Oberhavel) war am Ostersonntag ein «Drive in» für Corona-Tests gut nachgefragt. Ohne Terminvereinbarung konnte der Service der Johanniter-Unfall-Hilfe in einem Container genutzt werden. Das Ergebnis wurde schon nach kurzer Wartezeit mitgeteilt.

Seit dem 27. Dezember haben in Brandenburg 348 741 Menschen eine Erst- und 106.979 eine Zweitimpfung erhalten. Insgesamt wurden nach Angaben des Impflogistik-Stabes des Landes 455 720 Impfungen verabreicht (Stand. 3. April). Das waren 7412 Impfungen mehr als am Freitag gemeldet. Am Ostersonntag und -montag wurde nicht geimpft. Landesweit sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums derzeit 7233 Menschen erkrankt - 213 mehr als am Ostersonntag. Bislang starben 3320 Menschen in Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Der Landkreis Elbe-Elster liegt den Angaben zufolge mit einem Inzidenzwert von knapp 227 an der Spitze; am Ostersonntag wurde dort ein Wert von 221 ermittelt, vor einer Woche betrug er 269. Die Uckermark meldete mit knapp 75 die wenigsten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. In Brandenburg gilt überall dort eine regionale Notbremse, wo die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 100 liegt.

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