Geflügelpest breitet sich in Berlin aus

10.03.2021 In Berlin sind weitere Vögel mit Geflügelpest gefunden worden. Der Vogelgrippe-Erreger H5N8 sei am Dienstag bei einer Wildgans im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bestätigt worden, teilte die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Mittwoch mit. Bereits am Freitag habe das Friedrich-Loeffler-Institut den Erreger bei einem Kormoran in Spandau nachgewiesen, hieß es weiter.

Ein Schild warnt vor der Geflügelpest. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vergangene Woche war der Erreger bei Hühnern eines privaten Halters im Bezirk Treptow-Köpenick bestätigt worden. Wegen der steigenden Fallzahlen müssen Geflügelhalter berlinweit ihre Tiere in geschlossenen Ställen oder unter einer geschlossenen Vorrichtung halten, um Infektionen zu verhindern.

Davon betroffen sind auch der Berliner Zoo und der Tierpark Berlin, wie eine Sprecherin am Mittwochnachmittag mitteilte. Jedoch seien nicht alle Vogelarten von der Stallpflicht betroffen, so dass die Besucher aktuell noch einige Vögel in den Außengehegen anschauen könnten.

«Die Gefahr für Hausgeflügel sich mit dem Geflügelpesterreger zu infizieren wird derzeit als hoch eingeschätzt», hieß es in der Mitteilung der Senatsverwaltung. Alle Geflügelhalter würden dringend gebeten, ihre Tierbestände beim Veterinäramt ihres Bezirks zu melden.

Wer tote Wasser-, Raben- oder Greifvögel findet, sollte dies einem Veterinäramt melden, damit die Tiere untersucht werden können. Kranke oder verendete Tiere sollten auf keinen Fall angefasst werden, auch Federn sollten nicht gesammelt werden. Singvögel und Tauben gelten hingegen als nicht besonders anfällig für den Geflügelpest-Erreger.

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