Leoni kämpft weiter gegen Schulden

10.11.2021 Der zuletzt schwer angeschlagene Autozulieferer Leoni bleibt operativ weiter in der Gewinnzone, kämpft aber noch immer gegen einen Berg an Schulden. Die Netto-Finanzschulden seien zum Ende des dritten Quartals auf 1,671 Milliarden Euro geklettert, im Vergleich zu 1,501 Milliarden Euro zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, gab das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen bekannt. Die Eigenkapitalquote sei von 10,2 auf 7,2 Prozent gesunken.

Fahnen mit dem Logo der Leoni AG wehen im Wind. Foto: Daniel Karmann/dpa/Bildarchiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vorstandschef Aldo Kamper gab sich aber optimistisch. Obwohl Lieferkettenprobleme und damit verbundene temporäre Nachfrage-Ausfälle bei den Leoni-Kunden vor allem aus der Autoindustrie zu Problemen führten und den Cash-Flow beeinträchtigten, entwickele sich das Unternehmen gut. Der Verkauf eines mit 450 Millionen Euro bewerteten Teils der Kabelsparte, der bereits unterzeichnet sei und Anfang 2022 endgültig über die Bühne gehen soll, werde entlastend wirken.

«Leoni hat sich auch unter den im dritten Quartal erheblich eingetrübten Rahmenbedingungen weiter stabilisiert», sagte Kamper. Er sprach von Stop-and-Go-Betrieb bei einigen Kunden. Leoni habe sich den anhaltenden Störungen der globalen Lieferketten erfolgreich gestellt. «Mit vollem Einsatz und höchster Flexibilität», wie er hinzufügte.

In den ersten neun Monaten hatte Leoni seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33,3 Prozent auf 3,818 Milliarden Euro erhöhen können. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im gleichen Zeitraum von gut 95.000 auf gut 102.000 weltweit. Vor Zinsen und Steuern steht in den ersten neun Monaten ein Gewinn von 76 Millionen Euro zu Buche, nach einem Minus von 217 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Unter dem Strich ist das Konzernergebnis nach neun Monaten aber auch im Jahr 2021 mit minus acht Millionen Euro noch leicht negativ - nach minus 242 Millionen ein Jahr zuvor. In diese Rechnung fließen etwa die Kosten für ein Restrukturierungsprogramm mit ein. Leoni wird damit allerdings von kommendem Jahr an jährlich 700 Millionen Euro an Kosten einsparen.

© dpa-infocom GmbH

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