Hohe Kosten und schwache Ernte: Müller schlagen Alarm

28.10.2021 Die Nachwirkungen der Corona-Krise gehen auch an den Mühlen im Freistaat nicht spurlos vorbei. Sorgen bereitet den Müllern außerdem die schlechte Witterung im Sommer.

Eine Müllerin füllt Weizenkörner in einen Sack. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Müller in Bayern haben mit steigenden Strom-, Getreide und Transportkosten sowie einer schwachen Ernte zu kämpfen. Die Situation müsse entschärft werden, sagte der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Rudolf Sagberger, bei der Herbstfachtagung des Landesverbands am Donnerstag im unterfränkischen Volkach. Alle wesentlichen Kostenfaktoren der Mühlen stiegen massiv.

Betroffen sind die Müller demnach zum Beispiel vom erhöhten Dieselpreis. Die massiv ansteigenden Gaspreise würden sich indirekt über verteuerte Düngemittel niederschlagen, sagte Sagberger. Spürbar für die Betriebe sei in den vergangenen Monaten außerdem ein Fahrermangel. Zahlreiche Betriebe würden in große Nöte getrieben und von Kostensteigerungen geradezu überrollt. Im Bereich der Energie könnten etwa einzelne Kosten-Bestandteile wie Umlagen und Abgaben zumindest zeitweise reduziert werden, schlug Sagberger vor.

Thema auf der Herbstfachtagung, die noch bis Samstag dauert, ist auch die Getreidequalität: Josef Rampl, Geschäftsführer des Müllerbundes, sagte der Deutschen Presse-Agentur, aufgrund der Witterung im Sommer stünden in diesem Jahr weniger sehr gute Qualitäten zur Verfügung. Das Phänomen gebe es weltweit, auch in Deutschland, besonders im Süden. «Dort wo Getreidemengen gehandelt werden, sind diese nur zäh und in überschaubaren Mengen von den Händlern zu besorgen. Aufgelder sind an der Tagesordnung», sagte Präsident Sagberger.

Die Müller würden es schaffen, die Qualitätsansprüche zu halten, betonte Rampl. «Das kriegen wir hin. Aber das geht nicht von selbst.» Das Getreide müsste etwa speziell ausgewählt, überprüft und gereinigt werden. «Das kostet natürlich Geld», sagte er.

Der Landesverband vertritt rund 100 Mühlen in Bayern, etwa die Hälfte von ihnen produziert weniger als 1000 Tonnen pro Jahr.

© dpa-infocom GmbH

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