Volksmusikpfleger: Liedgut-Schätze für alle verfügbar machen

24.10.2021 Er spielt Posaune und Trompete, Basstrompete, Tuba, Steirische Harmonika, Percussions, Alphorn und Gitarre. Natürlich singt er auch. Volksmusik durchdringt schon immer Leonhard Meixners Leben. Nun macht der 33-Jährige seine Berufung zum Beruf.

Der neue Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern, Leonhard Meixner. Foto: -/Pressestelle Bezirk Oberbayern/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Alte Liedgut-Schätze heben, breit verfügbar machen und damit auch junge Menschen für traditionelle Volksmusik begeistern - das möchte der neue Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern, Leonhard Meixner. «Volksmusik ist ja nichts Altes, Verstaubtes, sondern Volksmusik bleibt immer jung», betonte der 33-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Ihm liege es besonders am Herzen, das authentische Liedgut und die überlieferte Instrumentalmusik zu sammeln und zu erhalten, aufzubereiten und letztlich unter anderem per Internet-Datenbank an die Musikerinnen und Musiker zurückzugeben. «Das historische Liedgut ist ein Kulturerbe, und das zu pflegen ist mir ganz wichtig», erläuterte Meixner an seinem neuen Arbeitsort im Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik in Bruckmühl.

Der Gründer von CubaBoarisch 2.0 will aber keinesfalls im Archiv verstauben. «Es ist mir ganz wichtig, im Kontakt mit der Volksmusikszene zu sein, junge Leute anzuleiten. Es ist mir deshalb auch ein großes Anliegen, hier ein Zentrum für volksmusikalische Bildung zu schaffen, so dass die Musikerinnen und Musiker hierherkommen und bei Seminaren oder angeleiteten Proben etwas mitnehmen können», erläuterte er. Und natürlich sollten auch sämtliche modernen Kommunikationswege wie Social Media beschritten werden.

Den ausgebildeten Musiker und diplomierten Musikpädagogen begleitet die Volksmusik bereits sein ganzes Leben lang - so, wie er es nun selbst auch seiner kleinen Tochter vorlebt, der er «oide» Lieder vorsingt. «Die Volksmusik ist im Alltag einfach mit drin, in meinem privaten Alltag, bei den Kirchenfesten, bei den Brauchtumsfesten.»

«Ich habe erst durch meine Reisen in andere Länder gemerkt, wie wertvoll es ist zu wissen, wo die Wurzeln meiner kulturellen Heimat sind», berichtete Meixner. Deshalb will er die traditionelle oberbayerische Volksmusik für alle Interessierten öffnen.

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