Wirecard-Aktionäre können Braun in Österreich verklagen

15.10.2021 Anleger des insolventen deutschen Zahlungsdienstleisters Wirecard können den ehemaligen Vorstandschef Markus Braun in Österreich verklagen. Grund dafür ist Brauns Wohnsitz in Wien, wie das Oberlandesgericht Innsbruck am Freitag bestätigte.

Der ehemalige Wirecard-Vorstandschef Markus Braun im Untersuchungsausschuss des Bundestags. Foto: Fabrizio Bensch/Reuters Images Europe/Pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiener Anwälte hatten eine Musterklage auf Schadenersatz eingebracht. Braun hatte dagegen argumentiert, dass er wegen seiner andauernden U-Haft in Bayern nicht mehr in seinem Heimatland wohnt. Nun stellte das Tiroler Gericht fest, dass die Zivilklage in Österreich zulässig ist. Die Wiener Kanzlei Aigner/Lehner/Zuschin vertritt nach eigenen Angaben hunderte Wirecard-Anleger, die vor Gericht in München und nun teilweise auch in Österreich um ihr verlorenes Geld kämpfen.

Ermittler werfen Braun und anderen Wirecard-Managern gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Sie sollen Banken und Investoren mit Hilfe manipulierter Bilanzen um drei Milliarden Euro geprellt haben.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Empfehlungen der Redaktion

Regional bayern

News Regional Bayern: Ex-Wirecard-Chef Braun bleibt in U-Haft

Wirtschaft

Wertpapiere: Börsen beenden bald Handel mit Wirecard-Aktien

Wirtschaft

Untersuchungsausschuss: Wirecard-Bilanz: Wahlkampfgetöse oder echte Empörung?

Wirtschaft

Wütende Aktionäre: Klagewelle gegen Wirtschaftsprüfer von Wirecard zu erwarten

Inland

TV-Triell: Geldwäsche, Wirecard: Worüber Scholz und Laschet stritten