Nürnberg erkämpft sich zu zehnt 2:2 in Regensburg

12.09.2021 Markus Söder erlebt eine intensive Partie seiner «Clubberer» gegen Tabellenführer Regensburg - letztendlich teilen sich beide Teams die Punkte. Ein Jahn-Spieler beendet das Derby im Krankenhaus.

Trainer Robert Klauß von Nürnberg steht am Spielfeldrand. Foto: Armin Weigel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Harte Zweikämpfe, aufgeheizte Stimmung und viele Tore: Das Zweitliga-Duell zwischen Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg und dem 1. FC Nürnberg hatte so ziemlich alles, was ein Derby ausmacht. Nur einen Sieger gab es beim Gastauftritt der Franken in der Oberpfalz nicht. Am Ende trennten sich beide Mannschaften in einer ausgeglichenen Partie vor 10.105 Zuschauern mit 2:2 (1:1). «Für mich war das Werbung pur für den Zweitliga-Fußball», schwärmte Jahn-Coach Mersad Selimbegovic. Beide Mannschaften hätten am Ende den «Lucky Punch» setzen können - doch letztendlich sei das Remis verdient.

Die Treffer für den FCN erzielten vor den Augen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Lino Tempelmann (19. Minute) und Nikola Dovedan (79.) - für den Jahn trafen Max Besuschkow (38.) und Erik Wekesser (53.). Nürnbergs Manuel Schäffler sah nach einer Grätsche kurz vor Schluss Rot. «Das war eine wilde Partie», sagte FCN-Trainer Robert Klauß, der das Spiel als «emotional, aber fair» bewertete.

Mit zehn Punkten stehen die noch ungeschlagenen Nürnberger nach sechs Spielen auf Tabellenplatz sechs, Regensburg führt die Tabelle mit 13 Zählern weiterhin an. «Wir sind zufrieden mit dem Punkt», merkte Selimbegovic an.

Die Hausherren hätten durch einen Schlenzer (15.) von Jan-Niklas Beste früh in Führung gehen können. Stattdessen nutzten eiskalte Nürnberger ihre erste Chance. Eine butterweiche Flanke von Mats Möller Daehli landete auf dem Kopf des völlig freistehenden Tempelmann, der den Ball unter den Augen von Geburtstagskind und FCN-Sportvorstand Dieter Hecking unhaltbar einnickte.

Nach dem Treffer kam der FCN deutlich besser ins Spiel. Wie aus dem Nichts fiel kurz darauf der Ausgleich durch Besuschkow, dessen strammer Schuss aus etwa 20 Metern im Netz landete. Kurz vor der Pause schepperte es dann erneut bei Tempelmann - der Mittelfeldakteur rauschte mit Regensburgs Carlo Boukhalfa zusammen. Beide wurden noch auf dem Platz behandelt, für den Jahn-Spieler ging es mit einer Platzwunde nicht weiter. «Er ist im Krankenhaus. Tendenz ist, dass irgendwas gebrochen ist», berichtete Selimbegovic.

In der Folge hatten beide Mannschaften gute Chancen, in Führung zu gehen. FCN-Keeper Christian Mathenia (46.) parierte einen Flachschuss von Benedikt Gimber, auf der Gegenseite traf Eric Shuranov (48.) nur das Außennetz. Schließlich zirkelte Wekesser einen Freistoß aus rund 20 Metern unhaltbar in den Winkel. Erneut Beste (58.) hätte aus spitzem Winkel alles klar machen können, scheiterte jedoch an Mathenia, der die Franken immer wieder im Spiel hielt.

Dovedan sorgte in einer hektischen Schlussphase für den verdienten Ausgleich, den der «Club» in Unterzahl ins Ziel rettete. FCN-Stürmer Manuel Schäffler hatte kurz vor Abpfiff Rot gesehen, nachdem er mit Anlauf in Regensburgs Konrad Faber gegrätscht war.

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