Schindler trifft per Kopf: Nürnberg mit erstem Zweitligasieg

14.08.2021 Nach dem Ausfall von Abwehrchef Florian Hübner ist Christopher Schindler beim 1. FC Nürnberg gefordert. Der lange verletzte Verteidiger trifft bei seinem Zweitligadebüt für die Franken. In Nürnberg herrscht Erleichterung nach dem ersten Dreier.

Nürnbergs Christopher Schindler (l) freut sich über seinen Treffer zum 1:0. Foto: Löb Daniel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Matchwinner Christopher Schindler war abgekämpft - aber glücklich. Der Neuzugang aus England hat dem 1. FC Nürnberg zum ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga verholfen. Im Duell der Traditionsvereine gegen Fortuna Düsseldorf war der frühere Premier-League-Profi bei seinem Zweitligadebüt für die Franken mit einem Treffer per Hinterkopf in der 58. Minute zur wegweisenden Führung erfolgreich.

«Es ist ein gutes Gefühl für mich persönlich, ein Tor zu schießen, der Mannschaft zu helfen und zu null zu spielen», sagte Schindler, der sein erstes Pflichtspiel für die Franken vor einer Woche beim 1:0 im DFB-Pokal gegen den SSV Ulm bestritten hatte. «Ich weiß, dass wir viel, viel Arbeit vor uns haben, uns viele Dinge einfacher machen können, wenn wir richtig aufeinander abgestimmt sind.»

Dank des 2:0 (0:0) am Samstag vor 12 361 Zuschauern überholten die entschlosseneren Nürnberger die Gäste in der Tabelle und kletterten mit nun fünf Punkten nach oben. Das Duell habe sich zu einer «Abwehrschlacht entwickelt, wo wir ordentlich dagegenhalten mussten», sagte Schindler nach den kräftezehrenden Minuten.

Ohne den an der Schulter verletzten Abwehrchef Florian Hübner avancierte Schindler in der Innenverteidigung zum Matchwinner und leitete am dritten Spieltag die schon zweite Düsseldorfer Niederlage ein. Kapitän Enrico Valentini erhöhte kurz vor dem Abpfiff (90.+8) sogar noch per Foulelfmeter.

Der Club war in der Anfangsphase spielbestimmend. Doch beim finalen Pass fehlten Timing und Präzision. Die Fortuna erzeugte in der später ausgeglichenen Partie zweimal durch den früheren Fürther Felix Klaus (17., 20.) Gefahr.

In der Nürnberger Drangphase nach dem Seitenwechsel traf nach einem Freistoß von Standardexperte Johannes Geis Verteidiger Schindler, der im Sommer von Huddersfield Town aus England gekommen war. «Das Knie war stabil», resümierte der 31 Jahre alte Torschütze, der sich im Dezember 2020 schwer am rechten Knie verletzt hatte und monatelang ausfiel. Nun habe sich nur einmal kurz das Knie gemeldet.

In der Schlussphase musste der FCN aber nochmals ordentlich zittern. «Ich freue mich, dass wir so ein enges Spiel auf unsere Seite gezogen haben», befand Trainer Robert Klauß. «Wir müssen vieles besser machen, das war gerade mit Ball zu wenig Aktivität.»

© dpa-infocom GmbH

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