1860 kontra Türkgücü: Fokus aufs Spiel statt «Scharmützel»

13.08.2021 Nach dem verheißungsvollen Saisonstart kommt auf den TSV 1860 München ein emotional aufgeladenes Fußballduell zu. Am Samstag (14.00 Uhr/BR Fernsehen und Magentasport) empfangen die «Löwen» in der 3. Liga Türkgücü München. Für beide Teams ist es im Grünwalder Stadion eine wegweisende Kraftprobe, in der es zudem um viel Prestige und auch die Rangordnung in München geht.

Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Türkgücü hat wieder einmal einen Umbruch vollzogen im Sommer und starke Spieler an Bord geholt», sagte Trainer Michael Köllner am Freitag etwa mit dem Blick auf den erfahrenen Abwehrspieler Mergim Mavraj. Trotzdem geht der 51-Jährige zuversichtlich ins Heimspiel: «Wir wissen auch, was wir können. Wir sind bis jetzt gut in die Saison gestartet, sind ungeschlagen, in der Liga noch ohne Gegentor.» Auch im DFB-Pokal kam 1860 gegen den Zweitligisten Darmstadt 98 weiter, Türkgücü unterlag dagegen 0:1 gegen den Bundesligisten Union Berlin. «Wir brauchen eine starke Leistung gegen Türkgücü», sagte Köllner.

Die «Löwen» wollen sich nach vier Punkten aus den ersten zwei Saisonpartien mit einem weiteren Sieg in der Tabelle oben festsetzen. Türkgücü ist mit zwei Unentschieden gestartet. Das Team um den früheren Fürther Mavraj geht hochmotiviert in das brisante Stadt-Derby. «Wir stehen auf Augenhöhe», äußerte der 35-jährige Mavraj forsch. Der Abwehrspieler benannte das Ziel klar: «Wir wollen dieses Fußballspiel gewinnen.»

Dass vom Gegner aufmüpfige Töne im Vorfeld kämen, kommentierte Köllner in der 1860-Pressekonferenz am Freitag gelassen. «Aufmüpfig ist eine Interpretation», sagte der 51-Jährige, der er sich nicht anschließen wolle. «Wir konzentrieren uns ganz auf unsere Leistung, nicht auf Scharmützel von außen», sagte Sportchef Günther Gorenzel zur Rivalität mit Türkgücü.

Eine schnelle Vertragsverlängerung mit Torwart Marco Hiller ist bei den «Löwen» nicht zu erwarten. Der Torwart hatte via «Bild» sein Interesse bekundet. Sportchef Gorenzel muss aber abwarten, wie sich das verfügbare Budget entwickelt. «Dann werden wir Schritt für Schritt am Kader schrauben», sagte er mit Blick auf den Winter.

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