Bayern rüstet sich für Auffrischungsimpfungen

01.08.2021 Bayern rüstet sich dafür, im Herbst Auffrischimpfungen gegen Corona anzubieten. «Schon allein aus präventiven Gesichtspunkten dürfte eine Auffrischungsimpfung sinnvoll sein. Daher hat Bayern bereits seine Corona-Impfstrategie auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet. Die Organisation und Ausrichtung der Impfzentren wird angepasst», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Sonntag auf Anfrage. «Mit unseren mobilen Teams werden wir auch die besonders schutzbedürftigen Personen in Einrichtungen impfen können.»

Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht einen Covid-19-Impfstoff für eine Impfung auf eine Spritze. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wichtig seien ihm «klare und unbürokratische Vorgaben», welche Gruppe als erstes eine Impfung zur Auffrischung des bisherigen Impfschutzes bekommt. «Ich habe bereits frühzeitig betont, dass wir dringend belastbare Aussagen des Bundes und der Ständigen Impfkommission dazu brauchen.» Er werde diesen Aspekt am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz ansprechen.

Bei der Video-Tagung am Montag dürfte es vor allem um die Impfung von Jugendlichen gehen. Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern Corona-Impfangebote bekommen. Das geht aus einem Entwurf für einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» darüber berichtet. «Eine entsprechende ärztliche Aufklärung sowie eine ggf. notwendige Zustimmung der Sorgeberechtigten werden dabei sichergestellt», heißt es in dem Entwurf.

Holetschek sagte dazu: «Dass alle Jugendliche ein Impfangebot mit entsprechender ärztlicher Aufklärung bekommen sollen, haben wir in Bayern bereits im Kabinett beschlossen. Es gibt zahlreiche Sonderimpfaktionen, die sich gerade auch an Schüler und Studenten richten.»

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