Münchens OB kritisiert UEFA-Entscheidung: «Beschämend»

22.06.2021 Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Entscheidung der Europäischen Fußball-Union, das Münchner EM-Stadion nicht in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen, scharf kritisiert. «Ich finde es beschämend, dass die UEFA uns hier in München verbietet, ein Zeichen für Weltoffenheit, für Toleranz, für Respekt und für Solidarität zu den vielen Menschen der LGBT-Community abzugeben», sagte Reiter am Dienstag in München.

Dieter Reiter, Münchens Oberbürgermeister, spricht bei einer Pressekonferenz in der Allianz Arena. Foto: Alexander Hassenstein/Getty/DFB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er empfinde es zudem als «sehr enttäuschend, dass der Deutsche Fußball-Bund «sich nicht in der Lage sah oder sich nicht in der Lage sehen wollte, hier dieses Ergebnis zu beeinflussen». Den Gegenvorschlag, die Münchner Arena an einem anderen Tag entsprechend zu beleuchten, bezeichnete Reiter als «aus meiner Sicht lächerlich». Stattdessen solle am Spieltag das Münchner Rathaus mit Regenbogenflaggen geschmückt werden und das Windrad in unmittelbarer Nähe der Arena in Regenbogenfarben beleuchtet werden.

Die UEFA hatte zuvor entschieden, dass das EM-Stadion beim Gruppenfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn an diesem Mittwoch nicht in Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen darf. Die UEFA lehnte einen entsprechenden Antrag von Reiter ab.

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