Ostern mit Polizeikontrollen und Corona-Notbremse

05.04.2021 Es war das zweite Osterfest in Zeiten der Pandemie - Familienbesuche, Gottesdienste, Ausflüge und Demonstrationen mussten unter Corona-Bedingungen stattfinden. Polizei und Innenminister zogen am Ostermontag Bilanz.

«Mundschutz» und ein Piktogramm eines Maskentragenden Menschen sind auf einem Schild zu sehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erneut Ostertage im Ausnahmezustand - ein Ausnahmezustand, der inzwischen ein Stück weit zur Gewohnheit geworden ist. Das Fazit von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ist am Montag positiv ausgefallen: «Die Corona-Regeln wurden am langen Osterwochenende vorbildlich eingehalten.» Die allermeisten Menschen hätten den Ernst der Lage erkannt und trotz des schönen Osterwetters die Schutzmaßnahmen beachtet.

Die Maßnahmen fallen im Freistaat regional weiterhin unterschiedlich aus - abhängig von den Inzidenzwerten. Bayernweit steigt die Zahl der Neuinfektionen seit einiger Zeit wieder deutlich an. Ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte hat den kritischen Inzidenzwert von 100 überschritten. Spitzenreiter war laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag die Stadt Hof mit 469,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche.

In der Landeshauptstadt hatte sich der Wert zuletzt um die 100 eingependelt. Nachdem an Karfreitag die Inzidenzmarke von 100 am dritten Tag in Folge überschritten war, war am Ostersonntag die sogenannte Corona-Notbremse in Kraft getreten. Das bedeutete unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22.00 und 5.00 Uhr, weitere Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Museen und dem Tierpark Hellabrunn.

Weil aber von Karsamstag bis Ostermontag der Inzidenzwert drei Tage lang wieder unter 100 lag, werden die verschärften Maßnahmen nach Angaben der Stadt ab Mittwoch wieder zurückgenommen. Am Ostermontag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz in München 96,1. Tags zuvor waren es noch 94,5. Das RKI verwies darauf, dass Infektionszahlen an Feiertagen unter Umständen zeitverzögert von den Gesundheitsämtern gemeldet werden und sich möglicherweise weniger Menschen testen lassen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die Bürger zum Osterfest zum Verzicht aufgerufen: «Normalerweise ist Ostern das Fest, an dem man sich mit der Familie trifft, Freunde besucht, Reisen macht.» Wegen Corona sehe die Lage anders aus: «Also: Nicht reisen, weniger Treffen und achtsam sein und auf einander Acht geben.» Der Polizeibilanz zufolge gab es bei Kontrollen an den besonders beliebten Ausflugszielen im Freistaat keine Probleme.

Verstöße habe es vor allem in der Partyszene gegeben, sagte Herrmann, zumeist gegen die Kontaktbeschränkungen oder gegen die in Teilen des Freistaates geltende nächtliche Ausgangssperre.

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