Christen in Bayern erinnern an Jesu Leiden und Sterben

02.04.2021 In ihren Gottesdiensten erinnern die beiden großen Kirchen in Bayern am heutigen Karfreitag an das Leiden und Sterben Jesu. Anders als im Vorjahr, als bei den Gottesdiensten wegen der Corona-Einschränkungen keine Gläubigen dabei sein konnten, dürfen heuer Menschen in die Kirchen kommen - allerdings gelten nach wie vor strenge Regeln. So wird der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, die Karfreitags-Liturgie im Liebfrauendom nur mit circa 130 Besuchern feiern. Normalerweise haben rund 1000 Menschen Platz.

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern Heinrich Bedford-Strohm hält einen Gottesdienst in der fast menschenleeren St. Matthäuskirche. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm predigt im Karfreitagsgottesdienst in der Münchner Matthäuskirche. Viele Gottesdienste im Freistaat werden im Internet übertragen. Ursprünglich hatte die Runde aus Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin die Kirchen gebeten, auf Präsenzgottesdienste an Ostern zu verzichten. Kirchenvertreter hatten jedoch betont, ihre Schutzkonzepte seien gut genug und dies abgelehnt.

In manchen Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen beschränken sich die Kirchen jedoch freiwillig. So haben die katholischen Gemeinden im Raum Kulmbach in Oberfranken fast alle Gottesdienste im April abgesagt. In Hof fällt die große Osternachtfeier in der Michaeliskirche aus, wie der evangelische Dekan Günther Saalfrank sagte. Zudem setze man verstärkt auf Freiluft-Gottesdienste und digitale Angebote. Und: Die Mitwirkenden bei Gottesdiensten machen vorher Schnelltests.

Nicht stattfinden werden die traditionellen Karfreitagsprozessionen im Freistaat. So etwa fällt die große Prozession in Unterfranken in Lohr am Main aus, ebenso die Karfreitagsprozession in Bamberg.

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