Mehr als sieben Millionen Euro auf Baustellen erbeutet

08.12.2021 Sie klauen Stahl und Kabel, Werkzeuge und Gerüste - meist nachts, wenn sie niemand sieht. Jahr für Jahr richten Diebe auf Baustellen und an Rohbauten einen Millionenschaden an. Für die meisten ist das eine sichere Sache.

Eine Kabeltrommel mit Glasfaserkabel steht auf einer Baustelle auf dem Anhänger eines Lastwagens. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sie schlagen meist nachts zu, wenn die Baustellen und Rohbauten im Dunkeln liegen. Dann lassen sie tonnenweise Stahl und etliche Meter Kabel mitgehen, brechen Container auf, klauen sogar Radlader und schweres Werkzeug. Allein im vergangenen Jahr haben Diebe Material in einem Wert von mehr als sieben Millionen Euro von baden-württembergischen Baustellen gestohlen.

Insgesamt registrierte die Polizei fast 2130 Taten. Der Schaden steigt deutlich, dagegen wurden weniger Diebstähle erfasst als in den meisten vergangenen Jahre seit 2010. Genaue Zahlen für das laufende Jahr liegen zwar noch nicht vor, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag hervorgeht. Aber auch für das Jahr 2021 erwartet die Polizei einen steigenden Schaden bei einer zurückgehenden Zahl an Diebstählen in Neu- oder Rohbauten sowie in Baustellen.

Auf Baustellen haben Diebe zwar leichtes Spiel, weil die Areale nachts meist verlassen und selten beleuchtet sind. Aber nur in wenigen Fällen können die Diebe mit wirklich reicher Beute entkommen. Meistens liegt diese bei einem Wert bis zu 2499 Euro, nur in einem Dutzend Fälle waren es mehr als 50 000 Euro.

Bekannt wurde unter anderem die Diebstahlserie einer Bande, die sich von September 2019 bis Juni 2020 in Baden-Württemberg und in anderen Bundesländern auf den Diebstahl von Gerüstteilen spezialisiert hatte. Insgesamt nahmen sie mehrere Tonnen Gerüstteile mit und richteten nach Polizeiangaben einen Schaden von rund einer halben Million Euro an, bevor sie gefasst wurden.

Allerdings ist so ein Beutezug in den meisten Fällen eine sichere Sache: Nach Angaben des Innenministeriums wurde zwischen 2010 und dem vergangenen Jahr durchschnittlich weniger als jede zehnte Tat (9,5 Prozent) aufgeklärt. Die Beute wird nach Erfahrungen der Polizei entweder auf Bestellung geklaut oder selbst genutzt, die Maschinen landen aber auch als Hehlerware auf dem Markt.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Bundesliga: «Botschafter» Lewandowski und Haaland als Duo bei FIFA-Kür

Job & geld

Arbeitsrecht: Muss ich während meiner Quarantäne arbeiten?

Auto news

Jahrgang 2010 bis 2017: Nicht ohne Mängel: Der BMW 5er aus zweiter Hand

Tv & kino

Retro-Show: «Wetten, dass..?» geht 2022 und 2023 weiter

Internet news & surftipps

Corona-Pandemie: Luca-App ändert Geschäftsmodell und senkt Preise

Tv & kino

Filmpreis: Abtreibungsdrama «Happening» gewinnt Prix Lumière

Internet news & surftipps

Gebührenstreit: Amazon UK akzeptiert wieder Visa-Kreditkarten

Internet news & surftipps

Extremismus: BKA: Telegram löscht rechtsextremistische Inhalte nur selten

Empfehlungen der Redaktion

Regional niedersachsen & bremen

Diebe stehlen immer häufiger Katalysatoren

Regional mecklenburg vorpommern

Wieder Bauteile aus Photovoltaikanlage gestohlen

Auto news

Der Kat ist ab: Warum Katalysatoren bei Dieben begehrt sind

Das beste netz deutschlands

Stiftung Warentest: TV-Test: OLED-Fernseher sind Trumpf

Regional rheinland pfalz & saarland

Automaten-Sprenger zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Regional niedersachsen & bremen

Organisierte Kriminalität trotz Pandemie auf hohem Niveau

Auto news

Offen für wenig Geld: Ein gebrauchtes Cabrio für den Sommer

Regional baden württemberg

Subventionsbetrug durch falsche Corona-Hilfen nimmt zu