Bauchlandung: KSC zwischen Euphorie und Entsetzen

01.11.2021 Vier Tage nach der Pokal-Sensation in Leverkusen geht der Karlsruher SC gegen Paderborn unter. Immerhin der Auftritt in der zweiten Hälfte macht Hoffnung. Die nächste emotionale Herausforderung wartet schon.

Der Karlsruher Jerome Gondorf (r) und der Paderborner Jasper van der Werff kämpfen um den Ball. Foto: Uli Deck/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Christian Eichner freute sich auf die kurze Verschnaufpause. «Das war emotional schon eine extreme Woche für die Jungs», sagte der Trainer des Karlsruher SC nach dem 2:4 (0:4) gegen den SC Paderborn. Diesen Dienstag haben die Badener frei, ab Mittwoch bereiten sie sich auf ihr nächstes schwieriges Heimspiel am kommenden Samstag (20.30 Uhr) gegen den Hamburger SV vor. Wollen die Karlsruher den Anschluss an die Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga halten, müssen sie mental dann wieder frischer sein als am Sonntag.

«In der ersten Halbzeit haben meine Jungs extrem lange vom Kopf in die Beine gebraucht. Bis unten ankam, was wir machen müssen, war der Gegner schon über alle Berge», sagte Eichner über den desolaten Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause. Nur vier Tage nach dem überraschenden Sieg bei Bayer Leverkusen in der zweiten Runde des DFB-Pokals war der KSC von den Paderbornern phasenweise überrannt worden. Dem 0:1 durch Julian Justvan (20. Minute) folgte ein Hattrick von Sven Michel (23., 29., 32.). Schon vor dem Seitenwechsel war die Partie entschieden - und die Euphorie bei den Fans einem leichten Entsetzen gewichen. Sogar Pfiffe gab es von den Zuschauertribünen.

Dass sich die Karlsruher in der zweiten Hälfte immerhin nicht wehrlos ihrem Schicksal ergaben, freute Eichner. «In der Summe war die Reaktion der Mannschaft extrem wichtig», sagte er. Nach den Anschlusstreffern durch Fabian Schleusener (68.) und Philipp Hofmann (70.) warf der KSC alles nach vorne. Ein Elfmeter für die Gastgeber wurde wieder zurückgenommen, am Ende blieb es bei der vierten Saisonniederlage. Immerhin habe man aber wieder gezeigt, «dass wir erst geschlagen sind, wenn wir vom Hof sind», so Eichner.

Seine Leistungsschwankungen wird der KSC jedoch weiter nicht los. In schöner Regelmäßigkeit wechselten zuletzt Sieg und Niederlage. Und gegen den HSV dürfte es wieder emotional werden. Der Stachel der verlorenen Bundesliga-Relegation gegen die Hamburger 2015 sitzt bis heute tief bei den Badenern. Da ist kühler Kopf gefragt beim KSC.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Bundesliga 20. Spieltag: BVB siegt, Pleite für Gladbach - Fürth gewinnt gegen Mainz

People news

Pandemie: Polizeipatrouillen statt Promi-Parties in Kitzbühel

Tv & kino

Auszeichnung: 276 Spielfilme im Oscar-Rennen

People news

Familie: Priyanka Chopra und Nick Jonas sind Eltern geworden

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Mobilfunk-Masten erst bauen, dann genehmigen?

Internet news & surftipps

Studie: Internet verkraftet Wachstum des Datenverkehrs in Pandemie

Auto news

Tipp: Unterwegs mit Hund und Fahrrad: Vierbeiner im Anhänger

Wohnen

Heizperiode: Gasspeicher leerer als sonst: Ist die Versorgung gefährdet?

Empfehlungen der Redaktion

Regional baden württemberg

Spektakel ohne Sieger: KSC nach Remis nur kurz verärgert

Regional baden württemberg

Karlsruhes Kampf mit den Erwartungen: «Sie hat ein Herz»

Regional baden württemberg

Gegentore «zu billig»: KSC verliert in Dresden mit 1:3

Regional hamburg & schleswig holstein

KSC hadert nach Niederlage: Eichner fehlt die «Männlichkeit»

Regional baden württemberg

KSC mit Personalproblemen nach Darmstadt

Regional baden württemberg

KSC-Coach Eichner: «Keine Zeit» für große Party

Regional baden württemberg

KSC ersatzgeschwächt vor Duell mit Heidenheim

Regional baden württemberg

Eichner will beim KSC weiter vorangehen