SAP optimistischer für Entwicklung im Cloud-Geschäft

14.04.2021 Der Softwarekonzern SAP ist nach einem guten Jahresstart etwas optimistischer und hebt den Ausblick für 2021 an. «Wir verzeichnen ein sehr starkes Wachstum bei allen unseren Anwendungen und stehen dabei erst am Anfang», sagte Vorstandssprecher Christian Klein am späten Dienstagabend in Walldorf. Die Cloud- und Softwareerlöse dürften im laufenden Jahr währungsbereinigt bei 23,4 bis 23,8 (2020: 23,2) Milliarden Euro landen, teilte der Anbieter von Unternehmenssoftware mit. Damit erhöht der Konzern die erst Anfang März gegebene Prognose am unteren Ende der Spanne um 100 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis soll hingegen weiter bei 7,8 bis 8,2 Milliarden Euro liegen. An der Börse kam das sehr gut an. Die Aktie war am Mittwochvormittag nach einem Kurssprung Dax-Spitzenreiter.

Logos des Softwarekonzerns SAP sind zu sehen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bedingung für die Prognose bleibe jedoch ein Abklingen der Corona-Krise und darauf folgend eine Verbesserung der globalen Nachfrage im zweiten Halbjahr, betonte SAP. SAP profitiert unter anderem von der fortschreitenden Digitalisierung. «Wir hatten beim Auftragseingang für das Cloudgeschäft und die Softwarelizenzen das höchste Wachstum seit fünf Jahren», sagte Finanzvorstand Luka Mucic.

Im 1. Quartal trieb vor allem das Cloud-Neugeschäft die Erwartungen nach oben, die Umsätze stiegen währungsbereinigt um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch das Lizenzgeschäft verbuchte währungsbereinigt ein Plus von 11 Prozent. Die Cloud- und Softwareerlöse stiegen währungsbereinigt nur um sechs Prozent auf 5,43 Milliarden Euro. SAP verwies auf den Rückgang der Serviceerlöse durch den Verkauf der Kommunikationseinheit SAP Digital Interconnect. Das Betriebsergebnis legte nach vorläufigen Zahlen währungsbereinigt um fast ein Viertel auf 1,74 Milliarden Euro zu.

Der Quartalsumsatz kletterte währungsbereinigt um zwei Prozent auf 6,35 Milliarden Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von etwas mehr als einer Milliarde Euro und damit rund ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Die Corona-Pandemie hatte am Wachstum des Betriebsergebnisses den Angaben zufolge einen großen Anteil: Im vergangenen Jahr habe SAP rund 36 Millionen Euro gespart - etwa durch weniger Geschäftsreisen, geringere Gebäudekosten und virtuelle Veranstaltungen.

Mittelfristig soll sich das Cloud-Geschäft laut SAP mehr als verdoppeln. Wie Anfang März angepeilt, geht der Vorstand für 2025 von mehr als 22 Milliarden Euro an Erlösen aus. Insgesamt soll der Umsatz bei über 36 Milliarden Euro liegen.

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