Nach 38 Jahren Knochen eines Deutschen in US-Bergen gefunden

05.11.2021 Fast 40 Jahre gab das Schicksal eines deutschen Tourengängers in den amerikanischen Rocky Mountains Rätsel auf. Nach einem Knochenfund glauben die Behörden nun, dass der 27-Jährige in einer Lawine starb.

Eine Suchmannschaft ist im Einsatz im Rocky Mountain National Park. Foto: Uncredited/Rocky Mountain National Park/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Februar 1983 zog ein deutscher Tourengänger alleine in den Rocky Moutains im US-Staat Colorado los. Der 27-Jährige wollte mehrere Tage auf Skiern in der Wildnis unterwegs sein, doch er kam nicht lebend zurück.

Erst jetzt, 38 Jahre später, haben die Behörden eine Antwort. «Wir glauben, dass er in einer Lawine ums Leben gekommen ist», teilte die Parkrangerin Kyle Patterson vom Rocky Mountain National Park am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zuvor hatte die Behörde in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass Knochenreste, die in der Bergregion gefunden wurden, dem Vermissten zugeordnet worden seien. Der Deutsche, der in Colorado in der Ortschaft Fort Collins lebte, sei als «erfahrender Bergsteiger» beschrieben worden. Er stammte vermutlich aus Augsburg, gab Patterson an. 

Sechs Tage nach Beginn seiner Skitour sei er von einem Mitbewohner als vermisst gemeldet worden, hieß es in der Mitteilung. Schneefall in der Region erschwerte damals die Suche nach dem Tourengänger. Bei der Suchaktion stießen die Teams lediglich auf eine Schneehöhle mit seinem Schlafsack, Ausrüstung und Proviant. Auch Lawinenhunde und Hubschrauber waren im Einsatz. Weitere Suchen im Frühjahr und Sommer des Jahres blieben erfolglos.

Im August 2020 stieß ein Wanderer dann in der über 3300 Meter hohen Region auf menschliche Knochenreste. Ein makabrer Umstand - diese steile Berggegend hat den Namen Skeleton Gulch (Skelett-Schlucht). An dem Fundort gab es Hinweise auf einen früheren Lawinenabgang.

Bei einer weiteren Suche in diesem Sommer entdeckten Parkranger dann Skier, Stöcke, Skischuhe und andere persönliche Gegenstände. Mit Hilfe dieser Fundstücke sei die Identifizierung des Opfers möglich gewesen, teilte Patterson der dpa mit. Auch die Gerichtsmediziner hatten sich bemüht, doch die vorgenommenen Zahnanalysen waren am Ende nicht eindeutig.

Für die Rückführung der sterblichen Überreste hätten sie eng mit den deutschen Behörden zusammengearbeitet. Patterson: «Er hat Familienangehörige, die noch leben.»

© dpa-infocom GmbH

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