Laschet warnt vor den Folgen von Cannabis-Konsum

16.09.2021 Er selbst habe noch nie gekifft, erklärt der Unions-Kanzlerkandidat in der ARD-«Wahlarena». Beim Thema Entwicklungshilfe offenbart Laschet eine kleine Faktenschwäche.

Armin Laschet steht in der ARD-Wahlarena in der Kulturwerft Gollan. Foto: Axel Heimken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich für eine Erhöhung der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit ausgesprochen.

In der ARD-«Wahlarena» wies er darauf hin, dass die Ausgaben in den vergangenen Jahren schon gestiegen seien, und sagte dann: «Ich finde, wir müssen weiter an diesem 0,7-Prozent-Ziel arbeiten.»

Damit zeigte er allerdings eine leichte Faktenschwäche: Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hatte im vergangenen April unter Berufung auf OECD-Zahlen mitgeteilt, dass Deutschland im vergangenen Jahr zum zweiten Mal nach 2016 dieses Ziel erfüllt habe.

Die internationale Gemeinschaft hatte sich 1970 das Ziel gesetzt, dass die reichen Staaten 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens (BNE) für die wirtschaftliche und soziale Förderung der ärmeren Länder aufwenden sollen. Das BNE ist die Summe der in einem Jahr von allen Bewohnern eines Staates erwirtschafteten Einkommen, egal ob diese im Inland oder im Ausland erzielt wurden. Bis 1999 sprach man vom Bruttosozialprodukt (BSP).

Laschet lobt Regierung

Laschet hob positiv hervor, dass die amtierende Bundesregierung immer dann, wenn sie mehr Geld für Militär ausgegeben habe, etwa für den Afghanistan-Einsatz, auch die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit erhöht habe. Man müsse aber weiter «in jedem Etat ringen, dass wir die eine Welt nicht vergessen».

Laschet sprach sich in der Sendung auch gegen die Legalisierung von Cannabis aus. Er zeigte Verständnis für die entsprechende Forderung. «Ich kenne aber selbst im familiären Kreis Menschen, die mit leichten Drogen begonnen haben - das war früher Hasch oder anderes - und die danach richtig drogensüchtig und ganz krank geworden sind.»

Deshalb sei er dafür, vorsichtig zu sein und Cannabis nicht zu legalisieren. Auf die Frage, ob er selbst schon einmal gekifft habe, kam ein klares «Nein» vom Kanzlerkandidaten der Union.

Wie zuvor schon die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, und SPD-Bewerber Olaf Scholz beantwortete der CDU-Vorsitzende in der 75-Minuten-Sendung ausschließlich Zuschauerfragen. Diese reichten vom Klimaschutz und dem Ende der Braunkohleförderung in der Lausitz bis hin zum Verbot des Blutspendens für Homosexuelle und den Problemen eines Landwirts mit Zuchtsauenhaltung durch den Ferkelimport aus dem Ausland.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Sport news

Europameisterschaft: Kraftakt für deutsche Handballer beim letzten EM-Auftritt

Handy ratgeber & tests

Kolumne: Huawei Nova 9 im Test: Mittelklasse-Smartphone ohne Google-Dienste

Musik news

Strictly A One-Eyed Jack: John Mellencamp lässt den «Boss» mitsingen

Job & geld

Nicht einfach abnicken: Die größten Fallen im Arbeitsvertrag

Auto news

Tüv Report 2022: So viel taugt der Seat Alhambra nach längerer Laufzeit

People news

New York: Aus Hell's Kitchen zum Weltstar: Alicia Keys wird 41

Musik news

Musik: Bob Dylan verkauft auch Musik-Katalog

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Verzicht auf Mobilfunk-Auktion? Behörde deutet Änderung an

Empfehlungen der Redaktion

Inland

ARD-«Wahlarena»: Baerbock will Abzug der US-Atombomben aus Deutschland

Inland

Faktencheck: Laschet und der Knopf im Ohr - was hat es damit auf sich?

Inland

Union: Laschet: Merz das «wirtschafts-und finanzpolitische Gesicht»

Inland

Union: Söder laut Umfrage kein guter Laschet-Unterstützer

Regional nordrhein westfalen

Laschet verspricht Hochwasseropfern Hilfe

Regional berlin & brandenburg

Hungerstreik fürs Klima: Baerbock fordert Ende der Aktion

People news

Schauspieler: Masucci: Laschet hat das «wie ein Rocky» durchgestanden

Regional baden württemberg

CDU-Landeschef Strobl rechnet mit «Wimpernschlag-Finale»