Polens Regierung: Noch etwa 7000 Migranten in Belarus

07.12.2021 Auch nach Wochen zeichnet sich keine Lösung des Konflikts ab: Laut polnischer Regierung geht die Zahl der Migrationswillige in Belarus an der polnischen Grenze zwar zurück. Doch die Krise bleibe.

Das von der belarussischen Staatsagentur BelTA zur Verfügung gestellte Foto zeigt Migranten, die in einem Logistikzentrum an der belarussisch-polnischen Grenze für Essen anstehen. Foto: Oksana Manchuk/BelTA/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Belarus halten sich nach Einschätzung der polnischen Regierung weiterhin rund 7000 Migranten auf, die in die EU gelangen möchten.

«Wir schätzen, dass das Lukaschenko-Regime etwa 3000 Migranten in den Irak und nach Syrien zurückgeschickt hat, aber wesentlich mehr, etwa 7000, befinden sich immer noch auf dem Gebiet von Belarus», sagte der Sprecher des Koordinators der Geheimdienste, Stanislaw Zaryn, am Dienstag der Nachrichtenagentur PAP.

Gegenwärtig gehe die Zahl der versuchten illegalen Grenzübertritte an Polens Grenze zu Belarus zurück, sagt Zaryn weiter. Man solle aber daraus nicht den voreiligen Schluss ziehen, dass die Krise vorbei sei, sagte Zaryn. Belarussische Sicherheitskräfte würden weiterhin kleinere Gruppen von Migranten zur Grenze vorschicken, um dort schlechter bewachte Abschnitte ausfindig zu machen. Am Dienstag meldete der polnische Grenzschutz 116 Versuche einer illegalen Grenzüberquerung binnen 24 Stunden.

Viele hoffen weiter auf Reise nach Europa

Für Dienstagmittag war erneut ein Flug von Belarus in den Irak geplant, wie der Flughafen in Minsk im sozialen Netzwerk Telegram mitteilte. Am Mittwoch solle zudem eine Maschine in Richtung Syrien abheben. Viele Migranten hofften allerdings weiterhin auf eine Weiterreise nach Europa und lehnten eine Rückkehr in ihre Heimatländer ab, meldete die belarussische Staatsagentur Belta.

Seit Wochen versuchen Tausende Migranten und Flüchtlinge, von Belarus über die EU-Außengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten zu gelangen. Die EU wirft dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen nach Minsk einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen und so die Lage im Westen zu destabilisieren. Die EU-Staaten hatten Stacheldrahtzäune errichtet, um die Migranten aufzuhalten.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Internet news & surftipps

Technologie: Autonomes Fahren: Bosch kooperiert mit VW

Tv & kino

RTL-Show: Rassistische Aussage: Youssefian aus Dschungelcamp geworfen

Gesundheit

Corona und kein Ende: Warum wir pandemiemüde werden, aber wach bleiben sollten

Internet news & surftipps

Umwelt: Gegen die Wegwerfgesellschaft

Sport news

Europameisterschaft: Kraftakt für deutsche Handballer beim letzten EM-Auftritt

Tv & kino

Auszeichnung: Deutscher Schauspielpreis künftig geschlechterübergreifend

Auto news

Ladesäulenausbau : Beständig, aber langsam

People news

Corona-Pandemie: Neil Young droht Streaming-Riese Spotify mit Rückzug

Empfehlungen der Redaktion

Ausland

Flüchtlinge: Polen: Ausnahmezustand an Grenze zu Belarus verlängert

Ausland

EU-Außengrenze: Polen stoppt weitere Migranten an Grenze

Ausland

EU-Außengrenze: Morawiecki: Polen zahlt für Migranten-Rückführung

Ausland

Krise an Belarus-Grenze: Polens Grenzschutz: Migranten von Grenzübertritt abgehalten

Ausland

Konflikte: Polens Grenzschutz: Noch etwa 10.000 Migranten in Belarus

Ausland

Migration: Lage an Grenze der zwischen Belarus und Polen spitzt sich zu

Ausland

Grenze zu Belarus: Kirche in Polen fordert Politik zu Hilfe für Migranten auf

Ausland

Illegale Einreise: Migration via Belarus: Festnahmen in Polen