Hunderte Migranten im zentralen Mittelmeer gerettet

01.08.2021 Immer wieder wagen Migranten auf ihrem Weg nach Europa den gefährlichen Weg über das Mittelmeer. Nun sind erneut mehrere Hundert Menschen gerettet worden.

Menschen sitzen in einem Schlauchboot. Die «Ocean Viking» kam am Samstagmorgen nach eigenen Angaben mehr als 50 Menschen in der libyschen Such- und Rettungszone zu Hilfe. Foto: Flavio Gasperini/SOS Mediterranee/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Crews mehrerer privater Seenotretter-Organisationen haben am Sonntag Hunderte Bootsmigranten im zentralen Mittelmeer gerettet.

In den frühen Morgenstunden nahmen die «Ocean Viking» von SOS Mediterranee und die «Sea-Watch 3» ungefähr 400 Menschen in einer fünfstündigen Rettungsaktion an Bord, wie die in Berlin ansässige Organisation Sea-Watch mitteilte. Die Crews der beiden Schiffe hatten in den Tagen zuvor schon Menschen aus Seenot gerettet.

Laut SOS Mediterranee befand sich das Einsatzgebiet am Sonntagmorgen in tunesischen Gewässern. Die Menschen seien auf einem mehrstöckigen Holzboot gewesen. An der Rettung beteiligt war auch das Segelboot «Nadir» der deutschen Organisation ResQship.

An Bord der «Ocean Viking», die am Samstag in mehreren Einsätzen Dutzende Bootsmigranten in Sicherheit gebracht hatte, waren Stand Sonntagmorgen nach Angaben der Organisation ungefähr 555 Menschen. Das Schiff sei nun schon sehr voll und man müsse schnellstmöglich einen sicheren Hafen finden, erklärte eine Sprecherin. Unter den Geretteten sei auch ein drei Monate altes Kind.

Die «Sea-Watch 3» hatte ebenfalls Dutzende Gerettete auf ihrem Schiff. Sechs waren von der italienischen Küstenwache auf Gesuch der Crew wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes am Freitag von Bord geholt worden. Am Sonntag rettete sie in einem weiteren Einsatz weitere 26 Menschen und hatte damit rund 250 Menschen an Bord.

Von den Küsten Libyens und Tunesiens aus, steigen Migranten immer wieder in Boote, um über das zentrale Mittelmeer in die EU zu gelangen. Die Überfahrt ist gefährlich, oft geraten die überfüllten Kähne in Seenot. Nach UN-Angaben starben in diesem Jahr 930 Migranten im zentralen Mittelmeer. Die privaten Organisationen kritisieren, dass die Menschen immer wieder von den Küstenwachen der Länder abgefangen und zum Beispiel zurück nach Libyen gebracht werden, wo ihnen Gewalt drohe. In Italien wiederum sind die Einsätze der privaten Seenotretter politisch umstritten.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Internet news & surftipps

Pandemie: Omikron-Welle stellt Corona-Warn-App auf den Prüfstand

Dfb pokal

Achtelfinale: DFB-Pokal: Das war der Dienstag, das kommt am Mittwoch

People news

Entertainerin: Cher teilt ihre Fitnessroutine mit den Fans

Musik news

U2-Frontmann: Bono mag den Namen seiner Band eigentlich nicht

Internet news & surftipps

Energie: Vantage Towers und Mowea erzeugen Windenergie am Funkmast

Auto news

Neuer Luxus-Stromer: Bentley baut Flying Spur als Plug-in-Hybrid

Job & geld

Steuerrecht: Ist Unternehmenübertragung an Arbeitnehmer eine Schenkung?

People news

Regisseur: Oscar-Ehren mit «La La Land» - Damien Chazelle wird 37

Empfehlungen der Redaktion

Ausland

Seenotrettung: Menschen wegen Gesundheitszustand von «Sea-Watch 3» geholt

Ausland

Migration: Seenotretter dürfen in Italien anlegen

Ausland

Migration: Seenotretter von «Ocean Viking» dürfen in Hafen

Ausland

Seenotretter: Dutzende Migranten bei Einsätzen im Mittelmeer geborgen

Ausland

Migration: Sea-Watch rettet über 60 Menschen im Mittelmeer aus Seenot

Ausland

Flüchtlinge: Weitere Bootsmigranten im Mittelmeer gerettet

Ausland

Flüchtlinge im Mittelmeer: Organisationen: Fast 200 Migranten aus Seenot gerettet

Ausland

Migranten: Seenotretter mit mehr als 800 Migranten dürfen anlegen