Ausreden bei Mautverstößen in Österreich helfen nicht

22.06.2021 Auch wenn es nur ein paar Kilometer sind: Wer in Österreich eine Autobahn befährt, braucht eine Vignette. Nach einem Verstoß hilft eine Ausrede kaum weiter - selbst wenn sie erstmal plausibel klingt.

Zum Themendienst-Bericht vom 22. Juni 2021: Nur mit gültiger Mautvignette dürfen Fahrzeuge in Österreich auf Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs sein. Foto: Matthias Balk/dpa/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unterwegs auf Mautstrecken in Österreich: Wer ohne gültige Vignette am Auto angehalten wird, sollte nicht versuchen, sich durch Ausreden aus seiner teuer werdenden Lage zu befreien. Viele gängige Ausflüchte verursachten bei den Kontrolleuren «nicht mal mehr ein müdes Lächeln», heißt es beim ADAC, der zum Start der Hauptreisezeit im Sommer eine Liste der beliebtesten Ausreden veröffentlicht hat.

Demnach gehört der Satz «Ich habe nichts von der Vignettenpflicht in Österreich gewusst» genauso zu den beliebtesten Mautsünder-Ausreden wie «Das Navi hat mich auf die Autobahn gelotst» oder «Ich muss schnell ins Krankenhaus». Auch die Behauptung «Das ist nicht mein Auto» gehört nach ADAC-Angaben zu den zehn beliebtesten Ausreden.

Der Autoclub erinnert daran, dass eine Pkw-Jahresvignette in der Alpenrepublik für Autos 92,50 Euro kostet. Für zwei Monate ist das «Pickerl» für 27,80 Euro zu haben, für zehn Tage für 9,50 Euro. Der Kauf einer Jahresvignette lohne sich für Vielfahrer, die regelmäßig in Österreich unterwegs sind, von August an nicht mehr.

Laut ADAC wurden im Jahr 2020 insgesamt 192 400 Verstöße gegen die Mautpflicht in Österreich registriert. Fast jedes dritte betroffene Fahrzeug (30,3 Prozent) kam aus Deutschland. Fällig wird dann eine Ersatzmaut in Höhe von 120 Euro oder ein Bußgeld ab 300 Euro.

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