Schlechte Noten? Wie Schüler clever die Aufholjagd starten

02.12.2021 Was hilft bei schlechten Noten? Die einen meinen, Einschleimen beim Lehrer oder bei der Lehrerin hilft. Andere schwören auf Dauer-Melden. Eine Pädagogin erklärt, was bei Lehrkräften wirklich zieht.

Fleißiges Melden und regelmäßige Mitarbeit im Unterricht signalisieren Lehrer oder Lehrerin: «Ich will mich verbessern!» und zahlt letztendlich auch auf den mündlichen Anteil der Note ein. Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Haben sich bereits eine Reihe schlechter Noten im Schuljahr angesammelt, sollten Schüler nicht bis kurz vor den Halbjahreszeugnissen warten, um zur Aufholjagd zu starten. «Wer erst dann um einen extra Vortrag bittet, hinterlässt keinen guten Eindruck», sagt Rosa Schritt, Gymnasiallehrerin aus Berlin.

Sie rät, sich frühzeitig bei der Lehrkraft zu melden und zu signalisieren: Ich will mich verbessern!

Extra Vortrag macht Lehrkraft nur mehr Arbeit

Clever sei es, sich mit etwas Bestehendem präsentieren zu wollen, anstatt um einen Vortrag als Extra-Aufgabe zu bitten. Denn die mache Lehrer oder Lehrerin nur extra Arbeit, verrät Schritt.

Etwas Bestehendes könnte dagegen etwa die Präsentation einer Hausaufgabe sein. «Oder man bietet eine Stundenarbeit zur Bewertung an, fertigt eine Berichtigung an, erstellt ein Poster oder etwas Digitales zu einem Themenkomplex», zählt die Pädagogin auf.

Der alte Klassiker «Kann ich einen Vortrag machen?» helfe mittlerweile nicht mehr wirklich viel, da sich die Bewertung prozentual zusammensetze. «Meist aus einem vorgeschriebenen schriftlichem und mündlichem Anteil. Da wiegt so ein Vortrag prozentual nicht sehr viel», verrät die Lehrerin.

Rat für Prioritätenliste einholen

Man könne den Lehrer oder die Lehrerin in einem Gespräch allerdings auch bitten, ob er oder sie dabei hilft, einen Fokus festzulegen, weil man sich verloren im Schließen seiner Wissenslücken fühlt und eine Prioritätenliste bräuchte.

Bei jüngeren Schülern helfe es schon, wenn sie Ordnung in ihren Hefter bringen und die eigenen Aufzeichnungen mit denen von Mitschülern abgleichen. Fehlende Mitschriften könnten dann notfalls kopiert werden. Rosa Schritt: «Bei manchen Schülern scheitert es ja schon an einem Hefter überhaupt. Die gehen dann in einer losen Zettelwirtschaft unter.»

Äußerst effektiv sei das gemeinsame Lernen und Hausaufgaben machen mit Mitschülern. «So kann man sich gegenseitig Dinge erklären, was sicherer macht. Es stellen sich dabei oft Fragen heraus, die man dann im Unterricht klären kann», sagt die Gymnasiallehrerin.

Zur Person: Rosa Schritt ist Gymnasiallehrerin für Mathematik und Latein im Berliner Bezirk Lichtenberg. Außerdem ist sie für die Lernplattform sofatutor tätig, für die sie Fachtexte erstellt und in Hausaufgabenchats weiterhilft.

© dpa-infocom GmbH

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