Fitter Körper, wacher Geist: Was Tanzen für die Gesundheit macht

22.11.2021 Nichts wie los zum nächsten Club und ab auf die Tanzfläche – Das Tanzen ist nicht nur eine spaßige Beschäftigung fürs Wochenende beim Feiern. Es kann auch einen positiven Beitrag zur Gesamtgesundheit leisten. Natürlich trifft das nicht unbedingt auf die Feiersituation am Wochenende zu, bei der zudem noch Alkohol fließt. Vielmehr ist dabei das richtige Tanzen gemeint, in der Gruppe oder mit einer Partnerin oder einem Partner. Dann kann es zu einem intensiven Workout für den gesamten Körper werden. Gleichzeitig wird auch der Psyche etwas Gutes getan. Wir haben die wichtigsten Aspekte, wie das Tanzen sich auf die Gesundheit auswirkt, an dieser Stelle zusammengefasst.

Tanzen ist Sport und Entspannung in einem. © unsplash.com / David Hofmann

Tanzen ist eine Herausforderung für das Gehirn

Genau wie beim Musizieren werden beim Tanzen verschiedene Gehirnfunktionen miteinander vereint. Bewegung, Berührung und Musik werden miteinander vereint. Es ist quasi eine regelrechte Flut an Reizen, die unser Hirn verarbeiten musst.

Dabei ist die Bewegung nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch der Geist wird durch das Lernen, Einprägen und aus Ausführen von Tanzschritten gefordert.

Der Einstieg ins Tanzen kann dabei sehr schnell gelingen, denn es braucht meist nicht mehr als bequeme Kleidung sowie die passenden Tanzschuhe. Vor allem letztere sollten einen festen Halt sowie eine gute Standfestigkeit bieten. Ein maximaler Tragekomfort sollte gewährleistet sein, damit das Tanzen so richtig Spaß macht.

Fördert Bindungen: Tanzen in der Gruppe oder zu Zweit

Meist findet das Tanzen nicht alleine statt. Beim Feiern im Club können dadurch sogar Bindungen und neue Bekanntschaften entstehen. Aber auch beim Tanzen mit der Partnerin und dem Partner oder in der Gruppe werden zwischenmenschliche Beziehungen gefördert.

Immerhin bewegen sich die Tänzer*innen gemeinsam und teilen eine gemeinsame Aktivität. Der Mensch ist ein soziales Tier. Das Tanzen stellt hier die perfekte Basis dar, um Bindungen zu intensivieren.

Muskelaufbau durch Tanzen

In erster Linie ist das Tanzen jedoch ein ergiebiges Ganzkörper-Training. Dabei werden nicht nur die Muskeln in den Beinen geforderter, sondern auch der gesamte Rücken. Beim Tanzen kommt es auf eine aufrechte Haltung der Wirbelsäule an. Durch konsequentes Training können auf diese Weise Rückenschmerzen reduziert werden.

Je nach Tanzstil, wird die gesamte Rumpfmuskulatur trainiert, wie beispielsweise bei Hip-Hop, Jazz, Ballett oder beim Zumba.

Die plötzlichen und ruckartigen Bewegungen beim Tanz bringen den Muskeln bei, auf Anstrengungen schneller und besser zu reagieren. So wird der Körper langfristig resistenter gegen Überbelastung.

Zudem wird das Bindegewebe ganz natürlich gestärkt und Knochenschwund wird vorgebeugt.

Beweglichkeit bleibt bis ins Alter gewährleistet

Nicht nur wird die Muskulatur durch das Tanzen trainiert, sondern auch die genutzten Gelenke. Durch das konstante Training wird der Bewegungsradius sogar erhöht und kann bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Dafür ist unter anderem die verbesserte Durchblutung in Sehnen und Bändern verantwortlich, die durch das Tanzen angeregt wird. Allerdings ist es gerade beim Tanzen wichtig, Fehlbelastungen zu meiden, da der positive Effekt ansonsten schnell ins Gegenteil verkehrt werden könnte.

Tanzen erhöht Kondition

Das Tanzen stärkt neben den Muskeln und Gelenken auch das Herz-Kreislauf-System. Jede Person, die bereits ein komplettes Lied von vorne bis hinten durchgetanzt hat, weiß, dass man danach ganz schön außer Puste sein kann. Ein kontinuierliches Tanztraining kann jedoch die Ausdauer erhöhen.

Das tut vor allem den inneren Organen gut. Das gesamte Herz-Kreislaufsystem wird angeregt und dessen Funktion verbessert. So wird das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle gesenkt. Die Durchblutung wird angeregt und sämtliche Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt. Insgesamt werden wir resistenter und das Immunsystem wird stärker. Daneben wird die Fettverbrennung angeregt, was uns näher an unser gesundes Normalgewicht bringt.

Reduziert Stress

Es ist kein Geheimnis, dass Bewegung und sportliche Betätigungen Stress reduzieren können. Das gilt auch für das Tanzen. Bei Stress staut sich meist eine negative Energie im Körper an, die es abzubauen gilt, damit der Stress verschwindet.

Verantwortlich ist das Stresshormon Kortisol. Mit Bewegung lässt sich der Kortisolwert im Blut jedoch senken. Die negative Energie wird in Bewegung umgewandelt und auf die innere Anspannung folgt Entspannung.

Dem Stresshormon folgen Glückshormone, wie beispielsweise Endorphine, die freigesetzt werden. So reduziert das Tanzen nicht nur Stress, sondern macht auch glücklich.

Verbesserung der Koordination

Beim Tanzen laufen im Gehirn teils komplexe Vorgänge ab. Bewegungen werden über den Rhythmus auf die Musik abgestimmt. Teilweise müssen die Beine etwas ganz anderes machen als etwa die Arme oder der Rest des Körpers. Für das Gehirn sind solche Vorgänge sehr fordernd.

Deshalb werden beim Tanzen automatische neue Verknüpfungen im Hirn angelegt, um diese Vorgänge zu erleichtern. Deshalb werden wir durch das stetige Üben immer besser in dem, was wir tun.

Das ist wohl der Grund, warum das Tanzen eine heilende Wirkung hat. Wer regelmäßig das Tanzbein schwingt, senkt die Risiken an Demenz und an Parkinson zu erkranken.

Fazit

Tanzen tut dem Körper auf viele verschiedene Arten und Weisen gut. Nicht nur bietet es ein komplettes Training für Muskeln und Ausdauer, sondern es sorgt auch noch dafür, dass es uns seelisch besser geht und wir insgesamt weniger gestresst sind.

© fl

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