Zahnpasta für Kids sollte nach nichts schmecken

02.08.2021 Die beste Strategie, um Karies bei Kinderzähnen vorzubeugen, ist die Gabe von Fluorid. Praktischerweise steckt das in der Zahnpasta. Doch zu lecker sollte sie nicht sein. Warum, erklärt ein Mediziner.

Bei Einjährigen sollte die fluoridhaltige Zahnpastamenge nicht größer als ein Reiskorn sein, ab dem Alter von zwei Jahren nicht größer als eine Erbse. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sie stärken den Zahnschmelz und verhindern, dass sich daraus Mineralstoffe lösen: Doch Kleinkinder putzen ihre Zähnchen nicht nur mit fluoridhaltiger Zahnpasta, sondern schlucken große Teile davon einfach runter. Ist das schlimm?

«Das haben wir in den Empfehlungen einberechnet. Überdosierungen werden erst nach einem langen Zeitraum erkennbar», beruhigt Kinder- und Jugendarzt Burkhard Lawrenz in der Zeitschrift «Baby und Familie» (Ausgabe 8/2021). Daher müssten Eltern vor allem auf die richtige Zahnpastamenge achten. Und Lawrenz rät zu geschmacks- und farbneutralen Pasten, da sie weniger zum Überdosieren und Verschlucken anregen. Dadurch könne es zu Fluorose an den bleibenden Zähnen kommen, also meist weißen Flecken.

Und was ist die richtige Dosis? Laut einer gemeinsamen Empfehlung von Kinder- und Zahnmedizinern sollten vom zweiten Geburtstag bis zum ersten bleibenden Zahn Kinder zweimal täglich eine erbsengroße
Menge - das sind 0,25 Gramm - fluoridierte Zahnpasta verwenden.
Dazu kommen dürfe noch das Putzen in der Kita, auch mit einer erbsengroßen Menge fluoridierter Zahnpasta. Einjährigen wird die halbe Menge empfohlen, was etwa einem Reiskorn entspricht.

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