Flutkatastrophe: Wo sind meine Angehörigen?

16.07.2021 Die Ungewissheit über Angehörige im Hochwassergebiet zermürbt. Dennoch warnt die DLRG dringend davor, ins Katastrophengebiet zu fahren. Polizei und Bürgertelefone können weiterhelfen.

In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen werden viele Menschen noch vermisst. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wer Angehörige vermisst kann sich an die örtliche Polizei wenden. In der rheinland-pfälzischen Eifel ist hierfür eine Hotline für Angehörige sowie ein Internetportal für Videos und Bilder eingerichtet. Unter der Nummer 0800-6565651 könnten sich Menschen melden, die Angehörige vermissen.

Unter dem Hinweisportal rlp.hinweisportal.de können Videosequenzen und Fotos hochgeladen werden, «die Hinweise auf vermisste Personen und Tote geben können». Nicht alle Polizeidienststellen haben allerdings bereits spezielle Hotlines eingerichtet.

Das Technische Hilfswerk verweist auf die Koordination des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Das Bundesamt bittet, sich bei zuständigen Städten und Gemeinden über die aktuelle Lage zu informieren. Dies sind in Nordrhein-Westfalen die Hagen, Aachen, Rhein-Erft und Stolberg. In Rheinland-Pfalz sind Ahrweiler, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel zuständig, in Bayern der Landkreis Hof.

Gemeinden und Städte haben Bürgertelefone eingerichtet und informieren auf ihren Websites oder in Sozialen Medien über die aktuelle Lage und Anlaufstellen.

Auch, wenn es schwer fällt: Reisen in das Katastrophengebiet ist derzeit keine gute Idee. Denn die Gefahr ist groß, dass sich weitere Menschen damit in Gefahr bringen. Der dringende Appell der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG: «Halten Sie sich von fließenden Gewässern fern, Treibgut ist oft schlecht zu erkennen. Und auch wo es stellenweise wieder trocken scheint, ist die Lage nach wie vor gefährlich», warnt Nordrhein-Pressesprecher Frank Zantis.

© dpa-infocom GmbH

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