So finden Eltern den richtigen Vornamen

10.05.2021 Die Wahl des passenden Namens kostet Eltern manch schlaflose Nacht. Als kleine Hilfe denkt man dabei lieber auch an später - wenn das Kind groß ist.

Die Suche nach dem passenden Namen fürs Baby begleitet Eltern oft die ganze Schwangerschaft über. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eltern sollten sich bei der Namenssuche nicht zu viel vom Umfeld beeinflussen lassen. «Wer ein Kind erwartet, sieht sich schnell damit konfrontiert, dass jeder im Umfeld ungefragt Namensvorschläge macht. Das kann nerven und verunsichern», sagt Gerald Drews, Autor des Buches «Das große humboldt Vornamenbuch».

Werdende Eltern sollten dann früh klarstellen, dass ausschließlich sie selbst für die Namenswahl zuständig sind. Drews' Tipp: früh mit der Suche anfangen und den Namen erst nach der Geburt bekanntgeben.

Um die Entscheidung für einen Namen nicht irgendwann zu bereuen, rät Gerald Drews dazu, im Vorfeld folgende vier Kriterien zu beachten:

- Die Familientradition: Ist es in der eigenen Familie üblich, dass Kinder die Namen der Eltern, Großeltern oder Taufpaten erhalten? Wer diese Tradition gerne weiterführen möchte, hat es mit der Namenssuche natürlich leichter.

- Der Klang: Es hilft, dem Klang des Lieblingsnamens mal bewusst zu lauschen. Beliebte Mädchen-Vornamen enden beispielsweise oft auf «a». Favorisierte Vornamen beginnen außerdem - bei beiden Geschlechtern - aktuell mit einem weichen Konsonanten wie L, M oder N.

- Die Begründung: Warum genau dieser Name? Viele werdende Eltern entscheiden sich gerne für Namen von Prominenten. Wichtig ist dann, nicht zu vergessen, dass solche Namen häufig bestimmte Erwartungen wecken. Vielleicht möchte Greta später gar nicht Umweltaktivistin werden? Und Joaquin kein Joker?

- Harmonie mit dem Nachnamen: Drews empfiehlt folgende Faustregel: kurzer Nachname, längerer Vorname. Zum Beispiel Maximilian Scholz anstatt Max Scholz. Bei langen Nachnamen verhält es sich umgekehrt. Wortspiele wie Hans Schanz sollte man vermeiden. Alliterationen wie Steffi Strähmel oder Max Maier sind dagegen reine Geschmackssache.

Und wenn sich die werdenden Eltern einfach nicht auf einen Namen einigen können? Dafür empfiehlt Drews, jeweils eigene Hitlisten der zehn Namensfavoriten aufzustellen. Im besten Fall gebe es dann Überschneidungen. «Ein Kompromiss kann auch sein, dass der Namenswunsch des Partners der Zweitname wird.»

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