Black Friday: So schützen Sie sich vor Online-Betrug

23.11.2021 Pünktlich zur Weihnachtszeit findet auch in diesem Jahr der Black Friday statt – eigentlich eine schöne Einkaufstradition, die aus den USA zu uns gekommen ist, doch nicht nur seriöse Händler, sondern auch Online-Betrüger werden versuchen den 26. November 2021 für ihre Zwecke zu nutzen.

Schon 2020 pushte das Corona-Virus den Online-Handel mächtig. Dessen Umsatzanteil am Weihnachtsgeschäft lag laut Handelsverband Deutschland (HDE) bei rund 16,8%. Doch damit nicht genug: Für das Jahr 2021 prognostiziert der HDE eine Steigerung des Online-Anteils von rund 3,9% gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der derzeitigen Corona-Rekordzahlen darf man davon ausgehen, dass es tatsächlich so kommen dürfte.

Black Friday oder Cyber Monday?

Der Black Friday kommt eigentlich aus den USA, wo man schon vor Jahrzehnten im ganz normalen stationären Handel Rabatte anbot, um die Kunden im Weihnachtsgeschäft anzulocken. Mittlerweile steht der Black Friday auch bei uns vor der Tür – und das nicht allein.

So findet der „schwarze Freitag“ dieses Jahr am 26. November statt. Manche Händler bietet aber gleich eine ganze Black Week vom 22. bis 29. November oder ein Black Weekend vom 27. bis 28. November an. Technikbegeisterte werden hingegen traditionell meist am Cyber Monday fündig, der in diesem Jahr auf den 29. November fällt.

Es gilt also nicht nur am Black Friday: Augen auf beim Online-Kauf! Und wie immer: Vorsicht! Auch Cyber-Kriminelle versuchen den besten Deal für sich selbst herauszuschlagen. Deshalb ist es wichtig beim Online-Shopping einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten.

Betrüger immer professioneller

Online-Shopping macht Spaß. Im WWW kann man bequem stöbern anstatt in vollen realen Geschäften von anderen Kunden genervt zu werden und sich mit Corona, Grippe oder anderen Infektionskrankheiten anzustecken. Der Nachteil: Im Gegensatz zum stationären Einzelhandel muss der Kunde in der Regel in Vorleistung gehen. Er bezahlt die Ware, bevor er diese in den Händen hält.

Dies nutzen Betrüger aus und sind auf Plattformen wie eBay oder Facebook Marketplace unterwegs. Besonders gewiefte Gauner eröffnen aber Online-Shops, die es gar nicht gibt. Diese sogenannten Fake-Shops sprießen vor allem in der Zeit vor Weihnachten und natürlich auch zum Black Friday wie Pilze aus dem Boden. Sie werben mit verlockenden Angeboten zu unglaublichen Preisen. Skepsis ist da immer angebracht.

Dennoch fallen viele Verbraucher auf Online-Betrüger herein. Schätzungen gehen davon aus, dass fast jeder fünfte Bundesbürger so schon einmal Geld verloren hat. Wenn es Ihnen auch mal passiert ist, sollten Sie sich nicht schämen, denn Fake-Shops sind auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Teilweise sind sie richtig gut gemachte Kopien real existierender Websites. Dadurch wirken sie auf den ersten Blick seriös und lassen beim Käufer keine Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Mit Hilfe von Produktbildern und Informationen, die aus dem echten seriösen Shop entnommen werden, schnappt die Falle zu.

Nach geleisteter Vorauszahlung wird nicht selten minderwertige Ware zu einem überhöhten Preis verschickt. Manchmal wird das Produkt auch gar nicht geliefert. Oft täuschen die fiktiven Händler sogar Lieferschwierigkeiten vor und vertrösten ihre Opfer, um diese daran zu hindern rechtliche Schritte einzuleiten. Das gibt ihnen Zeit ihre Spuren zu verwischen.

Vorsicht vor Fake-Shops

Doch wie erkenne ich einen Fake-Shops? Wenn eine URL Ungereimtheiten aufweist, sollten die Alarmglocken schon einmal schrillen. Das wäre z.B. eine Erweiterung der Internet-Adresse um weitere Domain-Endungen, also etwa „.de.com“ statt „.de“.

Seriöse Anbieter bieten immer mehrere Bezahlmethoden an, wie z.B. PayPal, Kreditkarte, Rechnung oder Nachnahme. Deshalb sollten Sie stutzig werden, wenn der Online-Shop nur Vorkasse oder Direktüberweisung anbietet, denn bei diesen Bezahlmethoden ist es schwierig das Geld zurückzubekommen. Nutzen Sie auf keinen Fall Zahlungsdienste wie Western Union oder paysafecard, denn hier sind die Spuren zu Betrügern, die häufig im Ausland sitzen, kaum nachzuverfolgen.

Fake-Shops schmücken sich gerne mit erfundenen Gütesiegeln oder nutzen echte Gütesiegel wie „Trusted Shops“. Durch einen Klick auf das Siegel können Sie prüfen, ob es mit einem Zertifikat von „Trusted Shop“ bzw. eines anderen Siegelbetreibers verlinkt ist. Fehlt der entsprechende Link, dürfte es sich um einen Fake-Shops handeln.

Wie immer lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Hat der Online-Shop ein vernünftiges, fehlerfrei geschriebenes Impressum? Sind Infos zu AGB, Widerrufs- und Rückgaberecht sowie Datenschutzbestimmungen leicht zu finden? Wenn dies nicht der Fall ist, lieber Finger weg! Darüber hinaus sollten Sie Informationen oder Erfahrungen anderer Kunden über unbekannte Verkaufsplattformen vor einem Kauf im Internet recherchieren.

So schützen Sie sich vor Online-Betrug

Das Schöne ist, dass Sie sich mit ein paar einfachen Vorgehensweisen weitgehend vor Online-Betrug schützen können. Diese gelten selbstredend nicht nur am Black Friday, sondern immer dann, wenn Sie im Netz auf Shopping-Tour gehen.

Skepsis ist Trumpf! Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, stecken häufig Cyber-Kriminelle dahinter, die durch Phishing-Methoden versuchen personenbezogene Daten abzugreifen. Seien Sie also vorsichtig bei Mails von unbekannten Absendern. Das gilt auch bei vorgetäuschten seriösen Absendern wie beispielsweise Amazon oder PayPal, die Sie darauf hinweisen, dass Ihr Konto gesperrt wurde.

Geben Sie immer die korrekte URL in die Adressleiste ein, also z.B. www.amazon.de. Hier können Sie selbst verifizieren, ob mit Ihrem Konto alles okay ist. Anstatt auf den Link in einer obskuren Mail zu klicken, um zur Seite des gewünschten Händlers zu gelangen, sollten Sie ebenfalls die URL direkt in die Adressleiste des Browsers eintippen, also z.B. www.otto.de. So vermeiden Sie den Besuch gefälschter oder schädlicher Webseiten.

Verwenden Sie seriöse Meta-Suchmaschinen, um gezielt nach einem Artikel zu suchen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Plattform www.idealo.de, die zwar auch eBay und Amazon, aber auch über 2.000 seriöse Shops listet, die mit dem „Trusted Shop“-Siegel zertifiziert sind. Auch hier gilt: Das billigste ist nicht immer das beste Angebot. Geben Sie lieber ein paar Euro mehr bei einem seriösen Händler aus.

Öffentliches WLAN ist zwar eine praktische Sache, kann aber zur Gefahr werden, da Sie beim Surfen persönliche Informationen wie etwa Kreditkartendaten ohne Ihr Wissen an Cyber-Kriminelle weitergeben könnten, wenn diese den Hotspot anzapfen. Eine sichere Internet-Verbindung erkennen sie an der Kennung „https“, also z.B. bei https://www.vodafone.de.

Lassen Sie sich bei einem Online-Kauf immer Zeit und vergleichen Sie den Preis des Produkts Ihrer Wahl mit den Offerten anderer Anbieter. Auch im stationären Handel kann das eine oder andere Schnäppchen auf Sie warten. Online-Shops, die angeblich kleiner werdende Lagerbestände anzeigen, betreiben hier oft reines Marketing.

Nutzen Sie für Ihre Online-Shopping-Touren eine spezielle E-Mail-Adresse. So reduzieren Sie das Risiko eine potenziell schädliche E-Mail oder Spam-Nachricht zu öffnen, die sich als Einkaufsaktion oder andere Benachrichtigung ausgibt.

Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie vermuten, dass Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Opfer eines Betrugs geworden sind. Auch die Verbraucherzentralen helfen Ihnen dabei sich gegen Online-Betrug zur Wehr zu setzen.

© Tom Meyer

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