Alle Jahre wieder: Gute Vorsätze für 2021

29.12.2020 Alle Jahre wieder wiederholt sich das gleiche Schauspiel. In der Weihnachtszeit wird von den Menschen Besinnlichkeit gefordert. Das Ergebnis sind dann gute Vorsätze für das neue Jahr, die in der Praxis dann nicht lange durchgehalten werden. Auch ich werde 2021 versuchen einiges besser zu machen – Ende offen.

Weniger digitale Schlammschlachten

Ich gebe zu, dass ich mich nicht nur berufsmäßig, sondern auch gern privat im Internet austobe. Egal, ob sinnlose Fußball-Diskussionen auf Transfermarkt.de, Austausch von Späßen in WhatsApp-Gruppen oder Streitereien mit Fake-Accounts auf Facebook – da mache ich gerne mit.

Nur habe ich jetzt in den ruhigen Tagen „zwischen den Jahren“ gemerkt, dass es mir außerordentlich gut tut den digitalen Griffel beiseitezulegen. Lieber mal ein gutes Buch lesen, egal ob gedruckt oder als E-Paper, endlich mal ein paar neue Rezepte auf Chefkoch.de ausprobieren oder mal wieder mit Tandem.net eine neue Fremdsprache lernen – das mache ich während meines Corona-bedingt zu Hause stattfindenden Urlaubs und ist mein Vorsatz fürs neue Jahr.

Anrufen statt schreiben

Zu Weihnachten war zudem ein anderer Trend zu beobachten: Obwohl die Menschen wegen Corona Freunde und Verwandte kaum persönlich treffen, nehmen sie sich nicht die Zeit einander zum Fest anzurufen. Viel lieber postet man ein Bild seines Weihnachtsbaums auf Facebook oder man verschickt einen animierten Weihnachtsgruß via WhatsApp.

Zeit ist das höchste Gut in unseren hektischen Zeiten und die sollten wir uns für Freunde und Familie nehmen. Noch ein Vorsatz, der gut durchzuhalten ist, da WhatsApp eine Anruf-Funktion hat und man so auch mal kostenlos Freunde im Ausland anrufen kann. Oder man nutzt Skype oder einen anderen Dienst – alles kein Hexenwerk.

Kampf der Corona-Plauze

Nicht nur die sozialen Kontakte haben unter der Pandemie stark gelitten, auch die Figur ist nicht mehr so, wie man sich das vorstellt. Eine repräsentative Studie des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der Technischen Universität München (TUM) und der Medizinischen Fakultät der Universität München (LMU) hat ergeben, dass ein Viertel der Deutschen während der Pandemie zugelegt hat. Als Gründe hierfür wurden Home-Office, geschlossene Studios und Sorgen um den Arbeitsplatz genannt.

Nun ist auch im neuen Jahr nicht abzusehen, wann man wieder ins Fitnesscenter gehen darf, doch davon will ich mich nicht abhalten lassen und mich stattdessen zu Hause fit halten. Fitnessketten wie FitX bieten ihren Mitglieder Online-Kurse an. Daneben gibt es spezialisierte Online-Anbieter wie Gymondo oder Peloton (ja, die mit der nervigen TV-Werbung). Da sollte doch irgendwas dabei sein, um die Corona-Plauze effektiv zu bekämpfen. Und natürlich hilft auch Google Fit auf dem Android-Smartphone die eigene Fitness im Auge zu behalten.

Hinter dem Horizont geht’s weiter

Was haben Sie sich für das neue Jahr vorgenommen? Der große Udo Lindenberg singt ja davon, dass es hinter dem Horizont weitergeht. Das digitalisierte Leben gaukelt uns hingegen vor, dass alles planbar und bestellbar ist, solange nur genügend Geld vorhanden ist. Glauben wir lieber dem guten Udo und lassen uns vom Leben überraschen.

Das Schöne am Netz ist, dass es uns hilft unseren Horizont zu erweitern, sei es durch eine neue Liebe per Online-Dating, durch neue Freunde dank Veranstaltungen, die wir auf Facebook oder Freizeit-Plattformen wie Spontacts finden, oder durch neue Eindrücke, die wir auf einer online gebuchten Reise bekommen. Jetzt, wo die Corona-Impfstoffe verteilt werden, bin ich mir auch ganz sicher, dass 2021 ein Jahr werden kann, dass uns alle weiterbringt.

Guten Rutsch und bis bald im neuen Jahr!

© Tom Meyer

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