Diese Oldies lassen Sie nicht im Stich

29.09.2020 Klassiker sind schick und jede Ausfahrt mit ihnen gleicht einem kleinen Urlaub – umso schlimmer ist es, wenn einem das durch ständige technische Malaisen verleidet wird. Mit diesen Klassikern kommen Sie an!

Es ist jedes Mal wieder schön. Man nimmt sich etwas Zeit, und schon geht es los mit dem vierrädrigen Freund. Ob entspannte Ausfahrt oder der Kurzurlaub in die Berge – kaum etwas ist schöner, als mit seinem eigenen Klassiker zu wandern. Selbst die profane Fahrt zum Supermarkt im Klassiker hebt den ganzen Tag.

Fahren statt Schrauben

Es ist ein Traum. Aus dem man jäh gerissen werden kann, wenn man – mal wieder? - eine Panne hat. Die Rede ist hier nicht von turnusgemäßen Wartungsarbeiten oder gar einer kompletten Restauration, an die sich fachkundige Schrauber wagen. Nein, es geht darum, dass man eben das nicht mehr tun kann, wofür das Auto gebaut ist. Zum Fahren.

Manche werden nie was…

Schon bei der Auswahl des passenden Klassikers kann man auf die Zuverlässigkeit achten. So punktet etwa ein VW Käfer auch heute noch, wohingegen ein Citroen CX mit seiner komplizierten Technik nicht nur damals, sondern auch heute ein sehr spezieller Fall ist.

…und manche sind im Alter besser

Für den CX gilt jedoch das Gleiche wie beispielsweise für den Jaguar E-Type. Beide wurden zu Verkaufszeiten als eher unzuverlässig geschmäht. Doch heute haben sich entweder die guten Überlebenden durchgesetzt (Citroen) oder aber die Spezialisten haben die schlimmsten Problemzonen mit ausgefuchsten Ideen so lange kuriert, dass restaurierte Fahrzeuge besser als neu sind (Jaguar).

Mercedes und Volvo sind eine Bank

Trotzdem: Es kommt nicht von ungefähr, dass bestimmte Mercedes- oder Volvo-Typen eine geradezu legendäre Zuverlässigkeit besitzen. Die Basis stimmte einfach bei den W123er-Typen von Mercedes (1975 bis 1986) oder dem Volvo 240 (1974 bis 1993), der somit fast 20 Jahre in Produktion war.

Fachleute geben keine Markenempfehlung

Nach jeweils mehr als 30 Jahren kann auch das beste Auto niedergeritten sein. Das mobile.de Magazin befragte Fachleute beispielsweise des ADAC, ob man solche Wagen dann problemlos kaufen könne. Einhellige Meinung: nein, nicht in jedem Falle. Entscheidend sei die Art und Weise, wie der Wagen über die Jahre behandelt wurde. Beispiel Taxen: Diese Wagen laufen oft ständig. Im Dreischicht-Betrieb bleiben die Motoren immer betriebswarm, also entfällt die besonders verschleißfördernde Kaltlaufphase, und die Motoren halten länger.

Entscheidend ist auch die Vorgeschichte

Entscheidend ist immer die Pflege, die der (oder die) Vorbesitzer dem Wagen angedeihen ließen. Kommt eine nachweisbare Servicehistorie hinzu, dann ist ein großer Teil geschafft. Jedoch nicht der größte: Heutige Autos sind nach übereinstimmender Auskunft von TÜV und Dekra wesentlich besser gegen Rost geschützt als noch vor Jahren. Das trifft selbst den (selbernannten) Klassenprimus Mercedes. Bei der W 124er Baureihe (1984 bis 1997) kommt es wegen der Umstellung auf den umweltfreundlichen Lack auf Wasserbasis bei den späten Modellen zu teils heftigem Rostfraß.

Technik kein Problem, die Karosserie entscheidet

Bei all den Modellen, die Sie in der Bildergalerie finden, ist die Versorgung mit Technikteilen kaum ein Problem. Entscheidend für den Kauf muss also der Karosseriezustand sein. Denn neben Sicherheit und der Umweltfreundlichkeit ist das der Bereich, in dem die Fahrzeugtechnik am meisten Fortschritte gemacht hat. Bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Früher war vielleicht manches besser, nicht jedoch der Rostschutz.

 

© sh

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