Saisonstart in Bremen für Oldtimer-Freunde

04.02.2019 Irgendwie ist es ja ulkig, im Schneetreiben zu einer Messe für Oldtimer zu fahren. Seinen vierrädrigen Schatz würde man diesem Wetter nicht aussetzen, aber was soll's: Der Startschuss in die Saison der Oldtimermessen fällt eben jedes Jahr ziemlich früh in Bremen.

Die Bremen Classic Motorshow kann zwar größenmäßig nicht annähernd mit der Konkurrenz in Essen mithalten, doch die Oldtimermesse überzeugt jedes Jahr mit ihren wirklich herausragenden Sonderschauen. Für eine eher kleine Messe ist der Aufwand gleich drei Sonderschauen zu organisieren, sehr positiv zu bewerten. 2019 wurde mit „Kombi-Nationen“ einer Wagenklasse der rote Teppich ausgerollt, auf die man so nicht gekommen wäre. Zwölf Unikate, Exoten und Stilstudien zeigen die internationale Bandbreite von Kombi-Karossen. „Deren Highlight ist der nur zwölfmal gebaute Aston Martin DB5 Shooting Brake, sozusagen die Kombi-Version von James Bonds legendärem Dienstwagen“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow.

US-Bikes sind anders: Schwer, lang, bullig und chromblitzend erscheinen sie in unserer Phantasie. Aber sind diese Maschinen tatsächlich so oder stellen wir uns das nur vor? Die rund zwei Dutzend Charakterbikes der Motorrad-Sonderschau offenbaren die Vielfalt der US-amerikanischen Motorradindustrie des 20. Jahrhunderts. Neben Exponaten der beiden großen und prägenden Marken Harley-Davidson und Indian illustrieren auch Maschinen anderer Hersteller, die hierzulande wenig bekannt sind, das „Jahrhundert der Coolness“ – so der Titel der Sonderschau. „Wir konzentrieren uns auf die glanzvollen frühen Jahre der US-Motorradbauer, die in Bremen mit einer Indian Einzylinder von 1913 beginnen. Den krönenden Abschluss bilden die V2-Maschinen von Harley Davidson der 70er-Jahre, etwa die Sportster und die Electra Glide, die für Freiheit auf zwei Rädern stehen“, kündigt Frank Ruge an.

Die dritte Sonderschau beschäftigte sich mit V8-Filmautos, die daher zumeist aus den USA stammen. Ob Bluesmobile, der Ford Falcon aus "Mad Max", K.I.T.T. aus Knight Rider oder Christine aus dem gleichnamigen Horrorfilm von Stephan King - keines davon war zwar in dem Sinne echt, dass es wirklich in dem Film verwendet wurde, aber die ausgesprochen liebevollen Nachbauten waren toll anzuschauen.

Nächstes Jahr wieder? Aber klar, hoffentlich schneit es wieder ...

© Stephan Hellmund

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